Wildwest im Wienerwald: Safe „deponiert“, Polizist erlitt Schädelbruch

Die Verdächtigen waren von Zeugen dabei beobachtet worden, wie sie einen Safe in einem Waldstück deponieren wollten. Als die Polizei eintraf, wollte das Quartett mit aller Gewalt fliehen.

(Symbolfoto)
© Vanessa Rachlé / TT

Wien – Wilde Szenen spielten Samstag gegen 10.40 Uhr im Bereich Amundsenstraße/Höhenstraße in Wien-Penzing ab. Ein Passant hatte bemerkt, wie vier Personen einen Safe aus einem Auto heraus in einem Waldstück „deponieren“ wollten. Die Verdächtigen wollten der alarmierten Polizei entkommen, ein Polizeiauto wurde gerammt. Ein Polizist wurde schwer verletzt. Die Verdächtigen wurden festgenommen.

Ein Augenzeuge hatte bei der Amundsenstraße in Wien-Penzing zunächst beobachtet, wie vier Personen mit einem Auto angehalten hatten. Sie versuchten offenbar, einen Safe aus dem Wagen heraus zu entsorgen. Als sich die Verdächtigen beobachtet fühlten, flüchteten drei von ihnen zunächst zu Fuß Richtung Höhenstraße, teilte die Wiener Polizei in einer Aussendung mit.

Der Zeuge alarmierte die Polizei. Mehrere Funkwagen fuhren zum Einsatzort. Der Lenker des Fahrzeuges, mit dem der Safe transportiert worden war, wollte aber nicht aufgeben. Er fuhr mit seinem Pkw in Richtung Hüttelbergstraße. Die Polizisten wollten das Fahrzeug durch eine Straßensperre aufhalten. Der verdächtige Lenker wich aber einem quer gestellten Funkwagen über den Gehsteig aus. Dann aber stieß er mit einem anderen Auto zusammen, dass in dem Bereich gerade aus einer Ausfahrt in die Straße einbiegen wollte.

Trotzdem fuhr der Verdächtige weiter und rammte einen der beiden verfolgenden Funkwagen. Erst dann konnten sowohl die drei zu Fuß flüchtenden Personen als auch der Lenker des „Fluchtfahrzeugs“ festgenommen werden. Die Beifahrerin des aus der Ausfahrt fahrenden Fahrzeuges wurde leicht verletzt.

Wie Wiener Berufsrettung und Wiener Polizei schließlich mitteilten, erlitt ein schwerverletzter Polizist bei der Aktion in der Amundsenstraße in Wien-Penzing einen Schädelbruch, eine Beinfraktur und Prellungen. Er schwebte nicht in Lebensgefahr. Der Krankenhaustransport erfolgte mit dem Wiener Notarzthubschrauber.

Die Hintergründe der wilden Szenen waren zunächst völlig unklar. Das galt sowohl für die Herkunft des Safes als auch für die Verdächtigen. Die Polizei sperrte die Umgebung großräumig ab. Ein Team der Spurensicherung war im Einsatz. Die Ermittlungen würden wahrscheinlich erst bis Sonntag nähere Angaben erlauben, erklärte eine Polizeisprecherin gegenüber der APA. (APA)


Schlagworte