Wieder von Polizei abgeführt: Jane Fonda lässt nicht locker

Die 82-jährige Schauspielerin ist seit Oktober fünfmal von der Polizei abgeführt worden, zuletzt am Freitag.

82 und kein bisschen leise: Jane Fonda ist unbeirrbar.
© AFP

Washington –Andere Menschen in ihrem Alter lassen es ruhiger angehen und stimmen sich am Vorabend ihres Geburtstags vielleicht mit einem Gläschen Likör ein. Jane Fonda hingegen lässt sich verhaften, und das nicht zum ersten Mal. Die Schauspielerin ist am Freitag, einen Tag vor ihrem 82. Geburtstag, in Washington von der Polizei abgeführt worden.

Die flammende Aktivistin der Initiative „Fire Drill Fridays“ hat im Kampf gegen den Klimawandel an einer Protestaktion teilgenommen. Die Demonstration spielte sich in einem Gebäude ab, in dem sich Büros von US-Senatoren befinden. Wie die Schauspielerin selbst auf Twitter postete, war es bereits das fünfte Mal seit Oktober, dass sie bei einer Demonstration von der Polizei abgeführt wurde, als sie sich für mehr Anstrengungen in der Umweltpolitik und für ein Ende des Verbrauchs fossiler Brennstoffe einsetzte. Doch weil sie ihren Protest offensichtlich unbeirrt weiterführt, droht ihr jetzt eine höhere Strafe.

Die zweifache Oscar-Preisträgerin ist seit jeher für ihr politisches Engagement bekannt. So sorgte sie bereits in den 1970er-Jahren als eine der bekanntesten Kämpferinnen gegen den Vietnamkrieg für Aufsehen. Konservative Amerikaner kritisierten sie damals als Hanoi Jane.

Im Oktober begann sie nun mit einer Gruppe von Klimaschützern Demons­trationen unter dem Motto „Fire Drill Fridays“, wobei „Fire Drill“ Brandschutzübung bedeutet. Damit möchte sie nach dem Vorbild der 16-jährigen Greta Thunberg auf die Folgen des Klimawandels hinweisen und die Menschen zum Handeln bewegen. „Ich habe entschieden, mein Leben auf den Kopf zu stellen und für vier Monate nach Washington D.C. zu ziehen, um mich auf den Klimawandel zu konzentrieren“, sagte sie im Herbst. Damals war sie zum ersten Mal verhaftet worden, weil die Demonstration vor dem Kapitol nicht genehmigt worden war. Bei ihren Aktionen kann die unerschrockene 82-Jährige auch auf die Unterstützung prominenter Kolleginnen wie Rosanna Arquette („Pulp Fiction“) und Catharine Keener („Being John Malkovich“) zählen. (APA, dpa)

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