Grandioser Kraftakt: Selbst Infekt konnte Alpenvolleys nicht stoppen

Der 3:1-Sieg der Alpenvolleys gegen Lüneburg war eine historische Leistung. Im dritten Satz behielt Hypo mit 50:48 (!) die Oberhand – High-Score-Rekord.

Kein Sieg wie jeder andere – die Alpenvolleys gewannen das Match gegen Lüneburg körperlich angeschlagen mit großer mentaler Stärke.
© imago

Von Alex Gruber

Haching – „Es war eine irre Partie“, grinste Christian Sigl­, Pressesprecher der Hypo Tirol Alpenvolleys Haching, gestern, nachdem man am Samstag im Duell der Tabellennachbarn der deutschen Bundesliga einen 3:1-Heimsieg (21, -24, 48, 22) gegen Lüneburg eingefahren hatte, der richtig an die Substanz ging.

Ohne den erkrankten Headcoach Stefan Chrtiansky und Außenangreifer Jerome Clere dirigierte Co-Trainer Miroslav Palgut ein Team, in dem auch Aufspieler Danielo Gelinski und Topscorer Paulo DaSilva (21 Punkte) mit einem Magen-Darm-Infekt kämpften. Beide mussten sich im zweiten Durchgang übergeben, machten aber dennoch weiter. Im Aufspiel schwang später der ebenfalls angeschlagene Daniel Koncal das Zepter, als die Alpenvolleys mit einem 50:48 im dritten Satz für einen neuen High-Score-Rekord in der Geschichte der deutschen Volleyball-Bundesliga sorgten. Im vierten Durchgang ließen sich die Hausherren die Butter nicht mehr vom Brot nehmen.

„Es war ein Wahnsinn. Die Finnland-Strapazen (vorangegangene Europacup-Reise, Anm.) sind nicht so gut überstanden worden“, notierte Niklas Kronthaler (17 Pkt.), um gleich ein „Riesenkompliment“ an die Mannschaft zu verteilen: „So etwas wie den dritten Satz hat noch keiner erlebt. Wir waren schwerst außer Atem, sind aber standhaft geblieben. Die drei Punkte waren ein super Ergebnis. Aber die Leistung und der Charakter, den wir gezeigt haben, wiegt deutlich schwerer. Davon werden wir noch länger profitieren“, ist sich Kronthaler sicher. Manager-Vater Hannes ergänzte nach fünf Siegen im Dezember: „Das war mental grandios, fast schon gesundheitsgefährdend.“

Auf Tabellenrang drei heißt es jetzt über die Weihnachtsfeiertage regenerieren, am 28. Dezember nimmt man den Trainingsbetrieb wieder auf.

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