Frankfurt in der Krise, aber keine Diskussion um Trainer Hütter

Nach sieben sieglosen Spielen in Serie findet sich Eintracht Frankfurt im Abstiegskampf wieder. Sportchef Fredi Bobic ortet ein Mentalitätsproblem.

Trotz der jüngsten Pleiten-Serie hat Frankfurt-Trainer Adi Hütter seine Zuversicht nicht verloren.
© gepa

Frankfurt am Main – Nach dem 1:2 am Sonntag beim Tabellenletzten SC Paderborn trennen Eintracht Frankfurt in der deutschen Bundesliga nur noch drei Punkte vom Relegationsplatz 16. Gleich 56 Pflichtspiele absolvierte der Club von Trainer Adi Hütter in diesem Jahr, viele davon erfolgreich. Doch weil die jüngsten sieben Partien allesamt nicht gewonnen wurden, befinden sich die Frankfurter nun im Abstiegskampf.

„Es ist sehr schade, dass wir uns in den vergangenen vier, fünf Wochen sehr viel kaputt gemacht und unsere gute Ausgangslage verspielt haben“, sagte Sportvorstand Fredi Bobic nach der Niederlage beim Schlusslicht. „Die Mannschaft hat zuletzt nicht gezeigt, was sie kann. Wir suchen jetzt keine Ausreden, die Gründe für die Niederlagen liegen alle bei uns. Es ist keine Qualitätsfrage, sondern eher eine Mentalitätsfrage. Wir haben uns diese Situation selbst eingebrockt“, betonte der 48-Jährige, der zugleich Hütter den Rücken stärkte: „Eine Trainerdiskussion brauchen wir bei uns gar nicht erst zu beginnen.“

Bobic: „Dann müssen wir den Kampf annehmen“

Bobic setzt vielmehr darauf, dass die Spieler über die Weihnachtsfeiertage wieder Energie für die kräftezehrende Spielweise tanken. „Und dann greifen wir ab dem 2. Januar wieder an“, kündigte Bobic an. „Dann müssen wir den Kampf annehmen und Bereitschaft zeigen, um in ruhigere Gefilde zu kommen.“

Hütter will die freien Tage im Kreise seiner Familie ebenfalls nutzen, um wieder Kraft zu tanken. In Paderborn wirkte der Vorarlberger müde, aber nicht ratlos. Der 49-Jährige setzt darauf, in der Vorbereitung endlich einmal wieder „im technisch-taktischen Bereich mit der Mannschaft trainieren zu können“. Zuletzt war das wegen der Terminhatz mit Spielen in der Liga, im DFB-Pokal und in der Europa League nahezu unmöglich.

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Zuversicht überwiegt bei Hütter

Außerdem stehen Hütter im neuen Jahr auch wieder einige Schlüsselspieler, die von Verletzungen zurückkommen, zur Verfügung. „Das gibt mir Zuversicht, um die Mannschaft so auf die Rückrunde vorzubereiten, dass wir wieder ein anderes Gesicht zeigen“, betonte der Ex-Internationale, der weiß, dass ihm die Trendwende schnell gelingen muss, denn „die Situation ist sehr ernst“.

Dazu muss seine Mannschaft schon ab Februar wieder die nächsten englischen Wochen verkraften. In der Europa League treffen die Frankfurter in der ersten K.o.-Runde am 20. und 27. Februar auf Hütters Ex-Club Red Bull Salzburg. Davor kommt es am 4. Februar im Achtelfinale des DFB-Pokals auch noch zum Duell mit Herbstmeister RB Leipzig. (APA)


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