Acht Zivilisten bei Luftangriffen in Idlib getötet

Bei russischen Luftangriffen im Nordwesten Syriens sind am Dienstag nach Angaben von Aktivisten mindestens acht Zivilisten getötet worden. Unter den Todesopfern in der Provinz Idlib seien fünf Kinder, teilte die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit.

Den Aktivisten zufolge erfolgten die Luftangriffe im Dorf Jubass nahe der Ortschaft Saraqeb. Die Menschen hatten demnach Zuflucht in einer Schule gesucht.

Die Situation in Idlib spitzte sich zuletzt zu. Am Montag eroberten syrische Regierungstruppen nach Angaben der Beobachtungsstelle mehrere Städte und Dörfer der strategisch wichtigen Stadt Maaret al-Numan. Später umzingelten die von Russland unterstützten Truppen des syrischen Machthabers Bashar al-Assad demnach einen türkischen Posten in Al-Surman.

Die Provinz Idlib sowie Teile der angrenzenden Provinzen Hama, Aleppo und Latakia werden von dem früheren Al-Kaida-Ableger HTS und anderen islamistischen Milizen kontrolliert. Assad ist entschlossen, die Region wieder unter seine Kontrolle zu bringen.

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Im September 2018 wurde zwar auch eine Waffenruhe vereinbart, im April begann die Regierung jedoch eine neue Offensive in Idlib. Seither wurden bereits rund tausend Zivilisten getötet und mehr als 400.000 weitere in die Flucht getrieben.

Die oppositionsnahe Beobachtungsstelle mit Sitz in Großbritannien bezieht ihre Informationen von Aktivisten vor Ort. Für Medien sind die Angaben meist kaum zu überprüfen.


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