Stadlober startet selbstbewusst ins Highlight Tour de Ski

In Abwesenheit von Titelverteidigerin Ingvild Flugstad spekuliert Teresa Stadlober mit einem Spitzenplatz bei der Tour de Ski. Nur drei Austragungsorte reduzieren den Reisestress für die Athleten.

Muss ich vor der Konkurrenz nicht verstecken: Teresa Stadlober (pinke Mütze) will bei der Tour de Ski vorne mitmischen.
© gepa

Innsbruck – Ihre Formsteigerung in den vergangenen Wochen lässt Langläuferin Teresa Stadlober auf eine erfolgreiche Tour de Ski hoffen. Die Salzburgerin hat sich im bisherigen Saisonverlauf nach einer lästigen Mittelfußverletzung in der Vorbereitung bereits mehrfach stark präsentiert. Ein vierter Platz über 10 km Skating in Davos sorgte rechtzeitig vor der Tour für zusätzlichen Auftrieb.

„Ich habe ein gutes Gefühl. Jetzt heißt es, das gute Feeling in die Tour mitzunehmen. Ich weiß, dass ich vorne mitlaufen kann, das habe ich gezeigt“, sagte Stadlober vor dem am Samstag in Lenzerheide beginnenden Saisonhöhepunkt. Sie erwarte sich nach reibungslosen Trainingseinheiten in Obertauern und Ramsau Spitzenresultate, im Idealfall solle ein Etappen-Podestplatz herausspringen. Ihr Bruder Luis falle leider wegen einer schweren Schulterverletzung nach einem Radsturz in Graz als Trainingspartner für die restliche Saison aus, bedauerte Stadlober.

Keine Einschränkungen nach Doping-Skandal

Sie selbst hatte im Sommer und Herbst aufgrund ihrer Gelenksblessur viel Trainingszeit verloren, vor allem in der klassischen Technik mussten viele Einheiten ausfallen. Diesen Rückstand wieder gutzumachen, sei unmöglich. „Im Langlauf kann man nichts aufholen, man muss das Beste daraus machen. Das haben wir mit Alternativtraining gut hinbekommen.“ Abgesehen von den Verletzungssorgen gab es für sie nach dem Umbau im ÖSV infolge des Seefelder WM-Dopingskandals aber glücklicherweise keine Einschränkungen. Das Budget sei dank der Verbandsunterstützung gesichert, ihr Betreuungspersonal unverändert gut aufgestellt.

Mit Lenzerheide, Toblach und Val di Fiemme sind es diesmal nur drei Stationen, das reduziert den Reisestress ein wenig. Außerdem gefällt Stadlober, dass erneut nur zwei Sprints zu laufen sind. Der Rest sind 10-km-Rennen in verschiedenen Formaten und der von vielen gefürchtete, von Stadlober aber durchaus geliebte Berglauf auf die Alpe Cermis, der erstmals als Massenstart ausgetragen wird.

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Nicht am Start ist Titelverteidigerin Ingvild Flugstad Östberg. Die Norwegerin war aufgrund einer Gesundheits-Schutzsperre in der laufenden Saison noch gar nicht zu sehen. Details über die genauen Ursachen für ihr Fehlen wurden bisher vom norwegischen Verband nicht genannt. Laut Medienberichten soll ihr zu geringes Gewicht zur Zwangspause geführt haben. (APA)

Tour de Ski 2019/2020 - Etappenplan

1. Etappe: 28.12. Lenzerheide (SUI): Skating-Massenstart (10 km Damen/15 km Herren)

2. Etappe: 29.12. Lenzerheide (SUI): Skating-Sprint

3. Etappe: 31.12. Toblach (ITA): Skating-Einzelstart (10 km/15 km)

4. Etappe: 01.01. Toblach (ITA): Klassik-Verfolgung (10/15)

5. Etappe: 03.01. Val di Fiemme (ITA): Klassik-Massenstart (10/15)

6. Etappe: 04.01. Val di Fiemme (ITA): Klassik-Sprint

7. Etappe: 05.01. Val di Fiemme (ITA): Skating-Massenstart Bergrennen/Alpe Cermis (9/9)

ÖSV-Aufgebot: Damen (2): Teresa Stadlober, Lisa Unterweger; Herren (1): Bernhard Tritscher


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