Gutes Zeugnis für Schulsozialarbeit in Osttirol

Die Schulsozialarbeit an den Neuen Mittelschulen Egger-Lienz, Lienz-Nord und Nußdorf-Debant ist laut einer aktuellen Evaluierung wirksam und hilfreich.

(Symbolbild)
© dpa

Lienz, Nußdorf-Debant –Seit Mai 2015 wird an drei Osttiroler Schulen Hilfe durch ausgebildete Sozialarbeiterinnen angeboten: Die Schulsozialarbeit (kurz „Schuso“) gibt es an den Neuen Mittelschulen (NMS) Egger-Lienz, Lienz-Nord und Nußdorf-Debant. Die Jugendlichen können sich bei Problemen im Unterricht, aber auch mit privaten Anliegen an die Sozialarbeiterinnen wenden. Schwierigkeiten im Elternhaus oder im Freundeskreis können ebenfalls besprochen werden. Außerdem stehen die Mitarbeiterinnen den Eltern und Lehrkräften bei Bedarf mit Rat und Tat zur Seite.

Kürzlich wurde die Arbeit der „Schuso“ mit Hilfe einer Online-Befragung evaluiert. 534 Schülerinnen und Schüler der drei genannten NMS wurde befragt. „Die Evaluation bescheinigt der Schulsozialarbeit in Osttirol eine sehr gute Wirksamkeit“, fasst Theresa Luxner vom Zentrum für Soziale Arbeit (ZeSa) zusammen. Der überwiegende Teil der Jugendlichen der drei Osttiroler NMS empfindet es als sinnvoll, mit den Schulsozialarbeiterinnen Themen zu besprechen, die nichts mit der Schule zu tun haben, wie beispielsweise Konsum, Liebe und Sexualität oder Umgang mit Neuen Medien.

Fast alle fühlen sich von den Sozialarbeiterinnen verstanden – sie bescheinigen ihnen, dass sie die Sorgen und Nöte der Kinder und Jugendlichen ernst nehmen und nachvollziehen können. Ein Großteil würde Mitschülern und Freunden raten, sich bei Problemen an die „Schuso“ zu wenden.

Eine Umfrage unter den Lehrpersonen der drei NMS belegt, dass die Hilfestellung der Schulsozialarbeit im Umfeld Schule von Beginn an willkommen war. Mehr als die Hälfte der Lehrkräfte gab an, die „Schuso“ bereits in Anspruch genommen zu haben: am häufigsten bei Problemen mit Schülerinnen und Schülern, gefolgt von Problemen mit der gesamten Klasse und den Eltern. Der Großteil der Lehrpersonen hat bereits Schüler in Fällen von Verhaltensproblemen, familiären oder persönlichen Problemen an die Schulsozialarbeit vermittelt.

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Die Hilfestellung in der Schule fällt in Tirol in den Bereich der Kinder- und Jugendhilfe. Finanziert wird sie vom Land Tirol und den Gemeinden als Schulerhalter in einem Aufteilungsschlüssel von 65 zu 35 Prozent. (TT)


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