Probleme im Dachstuhl: Museumssanierung in Kitzbühel wird teurer

Ursprünglich sollten die Bauarbeiten 1,5 Mio. Euro kosten. Wegen Problemen im Dachstuhl werden es insgesamt nun 2,5 Mio. Euro.

Der Dachstuhl ist zum Teil einsturzgefährdet, die Umbauarbeiten werden deshalb deutlich teurer.
© Sieberer

Von Harald Angerer

Kitzbühel — Es war eine unliebsame Überraschung, als bei den Arbeiten zur Sanierung und Adaptierung des neuen Gebäudeteils beim Museum Kitzbühel der Dachstuhl geöffnet wurde. Denn eines war sehr schnell klar, die geplanten Kosten können nicht mehr eingehalten werden. Das wurde nun bei der jüngsten Gemeinderatssitzung den Mandataren bekannt gegeben.

„Leider hat sich erst durch den Abbruch der Dachdeckung der wahre Zustand des Dachstuhles gezeigt. Sparren waren teilweise durch Wasser­eintritt bereits morsch, aber vor allem die Fußpfette war total zerstört. Die Zerstörung wurde erst nach dem Öffnen bzw. Entfernen der Gipskartonverkleidung der Dachkons­truktion und des Konstruktionsaufbaus der Decke über dem dritten Obergeschoß erkennbar", erklärte Bauleiter Michael Perchtold. Da das Gebäude denkmalgeschützt ist und auch beim Brandschutz einige Eigenheiten zu beachten sind, wird der Umbau nun deutlich teurer.

Insgesamt hatte die Stadt 1,5 Millionen Euro für die Arbeiten veranschlagt, bereits im Jahr 2018 wurden 266.000 Euro investiert. Dazu kommen jetzt noch einmal 2,2 Millionen Euro. Die Kosten für 2018 wurden bereits abgerechnet und vom Gemeinderat beschlossen, nun galt es die Ausgaben für das Jahr 2019 mit knapp 480.000 Euro und die Kosten für 2020 mit 1,7 Millionen Euro zu beschließen. Kritik gab's von den Freiheitlichen, da die Kosten aus dem Jahr 2018 nicht mehr bei der Gemeinderatssitzung angeführt wurden. „Ich hätte die auch gerne da stehen gehabt", ärgert sich FPÖ-GR Bernhard Schwendter und Listenkollege LA Alexander Gamper wollte die Kosten vom Überprüfungsausschuss kontrolliert haben.

Bürgermeister Klaus Winkler (ÖVP) betonte, dass die Kosten aus dem Jahr 2018 bereits einstimmig vom Gemeinderat beschlossen wurden. Und für Marielle Haidacher von der List UK ist klar: „Ich sehe kein Problem, das heute zu beschließen." Die Kosten und Bauarbeiten wurden mit 17 Ja-Stimmen und einer Enthaltung beschlossen.

Feuerwerksverbot auf städtischen Flächen

Im Kitzbüheler November-Gemeinderat machte die Liste UK den Vorstoß, man möge Feuerwerke in Kitzbühel verbieten. Der Vorschlag wurde in den Umweltausschuss verschoben und nun kam die Empfehlung. „Das Abfeuern von Feuerwerken ist im Stadtgebiet ohnehin verboten. Für größerer Feuerwerke braucht es eine Genehmigung der BH", erklärt GR Rudi Widmoser (Grüne). Es würde aber nicht kontrolliert, da die Polizei an Silvester nicht genug Personal habe. Nicht von dem Verbot betroffen sind Flächen außerhalb des Stadtgebiets, wie zum Beispiel der Schwarzsee. Deshalb hat der Kitzbüheler Gemeinderat nun ein Feuerwerksverbot auf den städtischen Grundstücken erlassen. (aha)

Straßenbau prägt das Budget

In der jüngsten Sitzung hat der Kitzbüheler Gemeinderat das Budget für das Jahr 2020 beschlossen. Insgesamt verwaltet die Stadt einen Haushalt von knapp 32 Millionen Euro. Ein Schwerpunkt sind im kommenden Jahr Straßenbauprojekte, hier sind zwei Millionen Euro vorgesehen. Insgesamt werden Investitionen in der Höhe von vier Millionen Euro getätigt, die Neuverschuldung liegt bei ca. 900.000 Euro. (aha)


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