Verschärftes „Sektorales“ tritt mit Anfang Jänner in Tirol in Kraft

Mit 1. Jänner gilt auf der Tiroler Inntalautobahn (A12) zwischen Kufstein/Langkampfen und Ampass bei Innsbruck ein verschärftes Sektorales L...

Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) und LHSTV. Ingrid Felipe (Grüne).
© Foto TT/Rudy De Moor

Mit 1. Jänner gilt auf der Tiroler Inntalautobahn (A12) zwischen Kufstein/Langkampfen und Ampass bei Innsbruck ein verschärftes Sektorales Lkw-Fahrverbot. Neben den acht bisher verbotenen Gütergruppen dürfen dann auch Papier und Pappe, flüssige Mineralölerzeugnisse, Zement, Kalk und gebrannter Gips, Rohre und Hohlprofile sowie Getreide nicht mehr mit Fahrzeugen über 7,5 Tonnen transportiert werden.

Insgesamt dreizehn Gütergruppen sind somit mit 2020 vom Sektoralen Fahrverbot erfasst. Ausgenommen sind die neuesten Fahrzeuge der Euroklasse VI – bisher galt eine generelle Ausnahme für Lkw dieser Euroklasse. Auch Fahrzeuge mit Elektroantrieb oder Wasserstoff-Brennstoffzellentechnologie sowie befristet der Ziel-und Quellverkehr auch für ältere Lkw-Euroklassen werden vom Fahrverbot nicht umfasst.

Es würden damit zusätzliche Kapazitäten für einen klimafreundlicheren Transport auf der Schiene geschaffen, betonte Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP). Durch den Ausbau des Rollende Landstraße (RoLa)-Angebotes sollen bis Ende 2020 insgesamt 400.000 Lkw pro Jahr auf die Schiene verlagert werden können.

„Ziel bleibt aber nach wie vor die Umsetzung einer Korridormaut von München bis Verona, um die Straße für den Lkw-Verkehr teurer zu machen und die Frächter dazu zu bringen, die Güter auf der Schiene zu transportieren“, erklärte Platter. Landeshauptmannstellvertreterin Ingrid Felipe (Grüne) sah indes in der Verschärfung der Fahrverbote eine „Verpflichtung“ – nicht zuletzt angesichts der nach wie vor gegebenen Überschreitungen der Immissionsgrenzwerte. Eine Monitoring habe gezeigt, dass die Verlagerungswirkung des bestehenden Sektoralen Fahrverbots aufgrund der bisherigen generellen Ausnahme der Euro VI-Klasse und der fortschreitenden Flottenerneuerung „überschaubar“ war. (APA)

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