Mehr als 20 Tote bei Bombenanschlag in Mogadischu

Bei einem mutmaßlichen Bombenanschlag in der somalischen Hauptstadt Mogadischu sind am Samstag mehr als 20 Menschen getötet worden. Das teilte die Polizei mit. Ein mutmaßlicher Selbstmordattentäter habe seinen mit Sprengstoff beladenen Lastwagen in einem belebten Viertel der Stadt hochgehen lassen, berichtete der Sicherheitsvertreter Abdulahi Adan.

Ein Polizist sprach von einer „verheerenden Explosion“. Über 20 Zivilisten seien getötet und zahlreiche weitere verletzt worden, sagte der Polizist. Die Zahl der Toten könne weiter steigen. Ein Augenzeuge berichtete, er habe 22 Leichen und über 30 Verletzte gezählt. Weitere Augenzeugen sprachen von einem Bild der Verwüstung.

Wer hinter dem Anschlag steht, war zunächst unklar. Doch trägt er die Handschrift der radikalislamischen Al-Shabaab-Miliz. Die Miliz war im August 2011 von Truppen der Afrikanischen Union (AU) aus Mogadischu vertrieben worden. Sie kontrolliert aber nach wie vor weite Gebiete Somalias und verübt auch immer wieder Anschläge in der Hauptstadt.

Unter den Opfern sollen viele Jugendliche gewesen sein. Die zum Teil schwer Verletzten wurden ins Krankenhaus gebracht.


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