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Land schärft nach: Rückhalt für Transitbremsen steigt bei Tirolern

Die Ausdehnung der Lkw-Blockabfertigungstage, aber auch die im Sommer erstmalig eingeführten Fahrverbote für Pkw kommen in der Bevölkerung gut an. Und auch der Luft-100er auf der Autobahn steigt in der Akzeptanz.

Von Manfred Mitterwachauer

Innsbruck –Die „Urlaubswarnung“ von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) anlässlich der Verlängerung der Pkw-Fahrverbote auf dem niederrangigen Straßennetz für die Wintersaison war einer der Höhepunkte im vielschichtigen Verkehrsstreit zwischen Tirol und Bayern im auslaufenden Jahr. Als eine Notwehr-Maßnahme hatten LH Günther Platter (VP) und die für Verkehr zuständige LHStv. Ingrid Felipe (Grüne) erstmals von Ende Juni bis Mitte September rigorose Wochenendfahrverbote (und Dosiersysteme) für Pkw in den Bezirken Reutte, Innsbruck-Land und Kufstein erlassen, nachdem der transitierende Urlauberverkehr – die Autobahnstaus umfahrend – zu Pfingsten viele Dörfer entlang der Ausweichstrecke lahmgelegt hatte. Was also bei den Nachbarn wenig Anklang fand, wird in Tirol umso mehr beklatscht, wie die vom Meinungsforschungsinstitut „Research Affairs“ im Auftrag der TT im Dezember 2018 durchgeführte Umfrage (600 Befragte, Schwankungsbreite +/-4,2 Prozent) zeigt. 50 Prozent sehen darin gerechtfertigte Maßnahmen. Lediglich zwölf Prozent sind der Meinung, dass damit das Problem nur auf die Autobahn verlagert werde. Selbiges gilt auch für die Lkw-Blockabfertigungen. Auch diese werden von den Bayern noch immer als EU-widrig bezeichnet. Allein für das erste Halbjahr 2020 hat Tirol in Wien um 20 Tage angesucht – heuer waren es in Summe 32.

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