Ein 17-jähriger Haie-Lichtblick vor dem schweren Gastspiel in Salzburg

HCI-Coach Rob Pallin wollte nach dem 0:7 in Bozen keine Ausreden gelten lassen. Heute wartet der nächste schwere Gang.

Der erst 17-jährige HCI-Torhüter Kilian Leitner feierte ein gelungenes EBEL-Debüt.
© gepa

Von Tobias Waidhofer

Innsbruck –Nach dem 0:7 in Bozen glich die Suche nach positiven Erkenntnissen im Haifischbecken jener nach der sprichwörtlichen Nadel im Heuhaufen. Wieder einmal.

Genauer gesagt gab es nur einen einzigen Grund, um wohlwollend den Daumen zu heben. Und dieser ist gerade einmal 17 Jahre alt: Nachdem ein entnervter Stanley-Cup-Sieger Scott Darling nach zwei Dritteln und einer schlimmen Fangquote von 70 Prozent genug gesehen hatte, durfte der dritte Haie-Torhüter Kilian Leitner in Abwesenheit von Rene Huber (krank) sein EBEL-Debüt geben. Dass der Teenager dabei nur einmal hinter sich greifen musste, dient als statistische Bestätigung seiner starken Leistung.

„Kilian war richtig gut und hat ein tolles EBEL-Debüt gefeiert. Mit seinen 17 Jahren hat er schon mehr als eine Talentprobe abgegeben“, streute zum Beispiel Teamkollege Daniel Wachter dem jungen Torhüter Rosen. Ansonsten fand auch der Kärntner: „Uns ist gar nichts aufgegangen. Wir haben sie eingeladen, Tore zu schießen. Es war richtig schlecht.“

Dass die Trauben ohne fünf (!) Verteidiger (Cuma, Boivin, Pedevilla, Vallant, Nußbaumer) in Südtirol einfach zu hoch hingen, das will Headcoach Rob Pallin so nicht stehen lassen: „Das war zu wenig und ist für mich nicht nachvollziehbar. So können wir kein Spiel bestreiten.“ Man habe „sehr viel vermissen lassen, was uns in den vergangenen vier Spielen (drei Siege, Anm.) stark gemacht hat“. Dazu kam eine gewisse Undiszipliniertheit, die sich auch in insgesamt 40 Strafminuten manifestierte.

Was macht nun vor dem heutigen schweren Gang (19.15 Uhr) nach Salzburg noch Hoffnung? Zum einen, dass mit Michael Bovin und Tyler Cuma zwei wichtige Defensiv-Akteure wieder am Eis stehen könnten. Zum anderen, dass Schlusslicht Dornbirn am Samstag mit dem sensationellen 4:3 nach Verlängerung zeigte, dass der Tabellenführer durchaus schlagbar ist.

„Wir müssen gegen Innsbruck smarter und härter spielen“, weiß Brent Regner. Für die Bullen geht es heute im Fernduell mit Wien um die Tabellenführung, für die Haie in erster Linie um Wiedergutmachung. „Wir müssen eine Reaktion zeigen. So etwas darf so schnell nicht wieder passieren.“ Vielleicht zünden die Tiroler in ihrem letzten Match des Jahrzehnts noch einmal ein Feuerwerk ...


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