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16-Jähriger lag tot in Bachbett: Große Betroffenheit in Fieberbrunn

Nach dem Ausgehen kehrte der Jugendliche nicht nach Hause zurück, bei einer großen Suchaktion wurde er tot in einem Bachbett gefunden. In Fieberbrunn herrscht große Trauer und Betroffenheit.

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Feuerwehr, Polizei und Bergrettung suchten am Abend nach dem vermissten 16-Jährigen.
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Von Michael Mader

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Fieberbrunn – Stundenlang suchten am Sonntagnachmittag in Fieberbrunn rund 100 Einsatzkräfte nach einem vermissten 16-Jährigen. Die Eltern hatten ihn bei der Polizei als vermisst gemeldet, nachdem der Bub nach dem Ausgang nicht nach Hause zurückgekehrt war. Im Einsatz standen Freiwillige der Feuerwehr, der Bergrettung und der Polizei mit Unterstützung von Suchhunden sowie eines Hubschraubers mit Wärmebildkamera.

Gegen 20.40 Uhr entdeckten die Helfer den Jugendlichen. Er lag regungslos in einem Bachbett, jede Hilfe kam zu spät. Die genauen Hintergründe seines Todes sind derzeit noch Gegenstand von Ermittlungen. „Wir haben das letzte Lokal ausfindig gemacht, in dem er sich aufgehalten hat. Von dort dürfte er nach Hause gegangen sein. Für uns gibt es keine Indizien in Richtung Fremdverschulden“, teilt Stefan Eder, Pressesprecher der Polizei, auf Nachfrage mit. Ob der Jugendliche an dieser Stelle hinuntergefallen ist oder hinunterklettern wollte, stehe noch nicht fest. Nachdem sich der 16-Jährige alleine auf den Weg gemacht hatte, dürfte die Klärung der letzten Details schwierig werden, glaubt Eder. Laut Obduktionsbericht ist der Bursche an Unterkühlung gestorben.

In Fieberbrunn herrscht unterdessen große Trauer und Betroffenheit. Sowohl die Angehörigen als auch die Hilfskräfte, die den Buben fanden, wurden vom Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes betreut. „Es gibt hier einen großen Freundeskreis. Wir hatten insgesamt neun Mitarbeiter für die Soforthilfe im Einsatz“, erklärt Gerhard Müller, Leiter des Kriseninterventionsteams Kitzbühel.

Betroffen von dem Unglück zeigten sich aber auch Bürgermeister Walter Astner und Tourismusverbandsgeschäftsführer Armin Kuen. Gestern Montag fand ein Treffen zwischen Vertretern von Bergbahn, Gemeinde und Tourismusverband statt, bei dem es um die für den Abend geplante Vorsilvesterparty ging. „Das ist eine sehr tragische Geschichte und unser ganzes Mitgefühl gilt den Angehörigen. Beim Vorsilvester handelt es sich aber zu 90 Prozent um eine touristische Veranstaltung. Bei uns halten sich derzeit Tausende Gäste auf, die keinen Bezug zu dem jungen Mann hatten. Wir haben uns deshalb gegen eine Absage der Veranstaltung entschieden“, teilt Kuen mit.

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