Ex-Wacker-Trainer Morass gewinnt den Kaiserpokal in Japan

Mit Stars wie Podolski, Iniesta und Villa feierte Vissel Kobe den japanischen Kaiserpokal. Mit dabei: Ex-Wacker-Trainer Masaki Morass.

Mit Chef Thorsten Fink (r.) durfte der ehemalige Wacker-Damen-Trainer Masaki Morass über den Sieg im japanischen Cup jubeln.
© Privat

Von Florian Madl

Tokio, Innsbruck –„Wir haben Geschichte geschrieben“, jubelte Masaki Morass gestern, als er sich aus dem fernen Japan bei der TT meldete. Gemeint war der Cup-Triumph seines Vereins Vissel Kobe, bei dem der 40-Jährige mit Tiroler Wurzeln als Co-Trainer fungiert. Gefeiert wurde am Neujahrstag nicht in Kobe, sondern im Neuen Nationalstadion von Tokio, wo im Sommer die Olympischen und Paralympischen Spiele ausgetragen werden. Kobe setzte sich mit 2:0 gegen Serienmeister Kashima Antlers durch. Die Treffer erzielten Tomoya Inukai (18.) mit einem Eigentor und Noriaki Fujimoto (38.).

Hierzulande verdiente sich Morass als Nachwuchstrainer des IAC und als Chef der Wacker-Damen seine Sporen. Nicht zuletzt aufgrund seiner Japan-Verbindung zog es Morass im Juni 2019 in die Heimat – und dort zu einem Promi-Verein. Sein Cheftrainer: Thorsten Fink (ehemals u. a. FC Basel, HSV, Austria Wien). Seine Spieler: Thomas Vermaelen (BEL), Andres Iniesta (35/Goldtorschütze im WM-Finale 2010), beide wie David Villa (EM-Torschützenkönig 2008) mit Barça-Vergangenheit. Der 38-Jährige beendete unmittelbar nach dem Triumph im Kaiserpokal seine Karriere, eingewechselt wurde er gegen Ende des Spiels für einen gewissen Lukas Podolski (Weltmeister 2014). Die 34-jährige Köln-Legende steht dem Vernehmen nach vor einem Wechsel zu Chicago Fire (USA), Gornik Zabrze, CF Monterrey (MEX) oder Flamengo Rio de Janeiro (BRA). Für den Kölner war es der vierte Pokalsieg im vierten Land: 2008 war er mit dem FC Bayern in Deutschland, 2014 mit dem FC Arsenal in England und 2016 mit Galatasaray Istanbul in der Türkei Cup-Sieger geworden.

Heute wird die Mannschaft im Meriken Park von Kobe festlich empfangen, Bürgermeister Kizo Hisamoto ist außer sich vor Freude: „Der Club ist der Stolz der Stadt.“ Das Oberhaupt verwies auf die bewegende Geschichte: „Vissel Kobe wurde geboren, als die Stadt 1995 von einem furchtbaren Erdbeben getroffen wurde, und ist ein Teil der Bevölkerung geworden. Nun wurde der lang ersehnte Titel gewonnen.“

Masaki Morass (2.?v.?l.) mit den spanischen Fußballlegenden Andres Iniesta (2.?v.?r.) und David Villa (r.), der gestern sein letztes Spiel bestritt.
© Privat

An dem hatte auch Co-Trainer Masaki Morass seinen Anteil. Und er könnte schon am 8. Februar seinen nächsten Pokal feiern: Im japanischen Supercup wartet Meister Yokohama F. Marinos.

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