Skitourengeher sorgen für Verkehrschaos am Weerberg

Aufgrund zu weniger Parkplätze stellen die vielen Wintersportler am Weerberg die Autos auf der Fahrbahn ab. Eine Lösung ist nicht in Sicht.

Die Parkplätze beim Lift und in Innerst können am Weerberg den großen Andrang nicht mehr bewältigen.
© Gemeinde Weerberg

Von Eva-Maria Fankhauser

Weerberg –Die Situation ist derzeit für viele Weerberger unerträglich. Sobald die Parkplätze für Tourengeher und Rodler in Innerst oder beim Hüttegglift voll sind, verstopfen die Straßen. Auf der zweispurigen Fahrbahn entsteht zur Hälfte ein illegaler Parkplatz. Ein Vorankommen wird schwierig. Teils werden auch Hauseinfahrten mit parkenden Autos versperrt. Ein Chaos. Eines, das den Weerbergern vor allem in der Ferienzeit zu schaffen macht.

Stoßstange an Stoßstange reihen sich die Autos entlang der Bergstraße. Die Parkplätze bei den beiden Sportdestinationen am Weerberg sind schnell voll. Doch diese zu vergrößern, sei schwierig. „Wir haben die Stellflächen schon komplett ausgereizt. In Innerst ist eine Vergrößerung aufgrund der geologischen Gegebenheit kaum machbar“, sagt BM Gerhard Angerer. An Spitzentagen schlängeln sich 130 Autos die Straße entlang. „Wir mussten sogar schon einen Shuttledienst einstellen, damit die Leute dann vom geparkten Auto ins Skigebiet hochkommen“, sagt Angerer. Den Großteil der dortigen Wintersportler würden die Skitourengeher ausmachen. „Die stehen am Weg zum Gilfert bei einer Engstelle teils auf Ski im Stau. Da wuselt’s am Berg wie in einem Ameisenhaufen“, sagt Angerer.

Vor allem die Skitourengeher zieht es dort hinauf.
© Gemeinde Weerberg

Für Ordnung versuchen die Mitglieder der Weerberger Freiwilligen Feuerwehr zu sorgen. Teils sind bis zu sechs Mann an den beiden Parkplätzen im Einsatz. „Das wäre eigentlich nicht unsere Aufgabe, aber wir wollen der Gemeinde eben helfen“, sagt Kommandant Helmut Egger. Ohne ihre Unterstützung würde schnell Chaos entstehen. Aber man könne nicht ständig zur Parkplatzregelung Leute abstellen. „Manchmal wird so geparkt, dass wir mit einem Einsatzfahrzeug gar nicht mehr durchgekommen wären“, sagt Egger. Für ihn ist die Unterstützung nur eine Zwischenlösung. So könne es nicht weitergehen. „Die Autos werden ja nicht weniger. Das ist so schon eine Belastung für die Gemeinde. Natürlich ist nicht jeden Tag so viel los, aber irgendwann können wir das nicht mehr schaffen“, erklärt Egger. Von Weihnachten bis Neujahr waren sie ständig im Einsatz. Und auch die Wochenenden bis April werden sie vor allem bei sonnigem Wetter gefordert sein.

BM Angerer ist froh, dass er auf die Feuerwehrler und ihre ehrenamtliche Arbeit zählen kann. Die Gemeinde hat auch einen Verkehrsplaner zu Rate gezogen. Angerer: „Die einzige Lösung wäre ein externer Parkplatz, z. B. im Bereich unseres Sportplatzes. Von dort aus müsste man einen Shuttledienst einrichten.“ Doch ob die Wintersportler dieses Angebot annehmen würden, ist unklar. „Und dann stellt sich noch die Frage, ob die kleine Gemeinde das stemmen muss, um ein Problem zu lösen, sodass vom Oberland bis nach Kufstein alle in ihrer Freizeit hier parken können“, sagt Angerer. Vor allem weil die Situation nicht den ganzen Winter so prekär sei.

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Die Wintersportler verparken die halbe Straße.
© Gemeinde Weerberg

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