Mehrere Schwerverletzte auf Tirols Pisten am zweiten Neujahrstag

In Sölden, am Hintertuxer Gletscher und in Söll kam es am Donnerstag zu Skiunfällen, teils mit schweren Verletzungen. Bei zwei Kollisionen in Söll verließen beteiligte Skifahrer die Unfallstelle ohne sich um die Verletzten zu kümmern.

(Symbolfoto)
© Dähling

Söll, Hintertux, Sölden – Zu mehreren Skiunfällen mit Verletzten kam es am zweiten Tag des neuen Jahres in Tirol:

Im Skigebiet von Sölden kollidierte ein 32-jähriger deutscher Snowboarder mit einer 22-jährigen Skifahrerin aus den Niederlanden. Beide waren gegen 10.35 Uhr auf einer blauen Piste talwärts unterwegs, als sie aus unbekannter Ursache zusammenstießen. Sie kamen zu Sturz, die 22-Jährige blieb bewusstlos auf der Piste liegen. Der Snowboarder blieb unverletzt. Die Niederländerin wurde mit dem Notarzthubschrauber ins Krankenhaus Zams geflogen.

Am frühen Nachmittag zog sich ein 33-jähriger Urlauber am Hintertuxer Gletscher schwere Verletzungen zu. Der alkoholisierte Pole geriet gegen 13.30 Uhr mit seinen Skiern auf ca. 3120 Metern Seehöhe über den Rand eines Verbindungsweges hinaus und stürzte mehrere Meter in steiles Gelände ab. Er verletzte sich schwer am rechten Ober- und Unterschenkel. Nachdem der Mann mit dem Tau geborgen wurde, brachte der Notarzthubschrauber ihn ins Krankenhaus Schwaz.

Am späteren Nachmittag kam es im Skigebiet von Söll gleich zu zwei Kollisionen. Ein unbekannter Skifahrer stieß gegen 15.30 Uhr auf einer schwarzen Piste mit einem 65-jährigen Deutschen zusammen. Der 65-Jährige kam zu Sturz und blieb schwer verletzt liegen. Er musste ebenfalls mit Tau geborgen werden und wurde ins Bezirkskrankenhaus Kufstein geflogen.

Fast zum selben Zeitpunkt wurde laut Polizei auch der 17-jährige Sohn des Deutschen – nur wenige Meter entfernt – von einem unbekannten Skifahrer angefahren und schwer verletzt. Nach der Erstversorgung wurde er von den Rettungskräften ebenfalls ins Krankenhaus nach Kufstein gebracht.

Die jeweils zweitbeteiligten Skifahrer verließen die Unfallstelle ohne sich um die Verletzten zu kümmern oder ihre Daten bekannt zu geben. (TT.com)


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