Vier Ex-Hypo-Manager in Slowenien wegen Korruption verurteilt

Die vier ehemaligen Manager der slowenischen Hypo-Alpe-Adria-Tochter wurden wegen Untreue und Geldwäsche schuldig gesprochen und kumulativ zu 26,5 Jahren Haft verdonnert. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Die Ex-Manager der Slowenien-Tochter der Hypo Alpe Adria wurden schuldig gesprochen.
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Ljubljana – Vier ehemalige Manager der Slowenien-Tochter der Hypo Alpe-Adria-Bank wurden am Montag am Bezirksgericht in Ljubljana wegen Untreue und Geldwäsche zu längeren Haftstrafen verurteilt. Sie wurden wegen Vorwürfen, die Hypo durch Grundstückgeschäfte um 22 Mio. Euro betrogen zu haben, schuldig gesprochen, wie die slowenische Nachrichtenagentur STA berichtete. Kumulativ bekamen sie 26,5 Jahren Haft.

Der Ex-Bankvorstand Bozidar Span wurde zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt, sein Nachfolger Anton Romih und der frühere Leasinggesellschaft-Chef Andrej Potocnik zu jeweils sechs Jahren. Der Ex-Chef der Hypo Alpe Adria Consultants, Andrej Oblak, bekam die höchste Haftstrafe von acht Jahren. Zusätzlich wurde Oblak zu einer Geldstrafe von je 37.000 Euro und die anderen drei zu je 35.000 Euro verurteilt. Sie müssen zudem widerrechtlich erworbenes Vermögen in Millionenhöhe zurückzahlen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Das Gericht folgte der Anklage, die den Ex-Managern vorwarf, Gewinne aus Grundstückgeschäften in die eigenen Taschen umgeleitet zu haben. Sie hatten Millionen von Euro in ihre Offshore-Firmen in Liechtenstein und Luxemburg fließen lassen, bevor sie das Geld mit diversen Geschäften wuschen.

Das Prozess reicht ins Jahr 2015 zurück, als sich die mitangeklagte Ex-Chefin der heute bankrotten Baufirma Vegrad, Hilda Tovsak, gegen eine Bewährungsstrafe schuldig bekannte. Die Hauptverhandlung gegen die Hypo-Manager begann im Juni 2016. In dem Prozess gab es viele Wendungen und zahlreiche Verzögerungen. Es wurden mehr als 60 Verhandlungen ausgeschrieben und über 40 Zeugen, auch aus Österreich, Liechtenstein und Luxemburg, angehört. Im Vorjahr musste das Prozess neu starten, weil es für mehr als drei Monate unterbrochen worden war.

Die Staatsanwaltschaft forderte insgesamt 38 Jahre Haft für die vier Angeklagten, die Haftstrafen betragen zwischen acht Jahren bis über elf Jahre. (APA)


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