NATO zieht wegen Iran-Krise Teil ihrer Soldaten aus dem Irak ab

Hunderte Militärausbilder schulen bei einer Nato-Ausbildungsmission bisher irakische Sicherheitskräfte im Kampf gegen den IS. Nun wird es dem Militärbündnis in Teilen des Krisenlandes zu gefährlich.

Brüssel – Angesichts der Spannungen zwischen den USA und dem Iran zieht die NATO einen Teil ihrer Soldaten aus dem Irak ab. Es würden „alle notwendigen Vorkehrungen zum Schutz“ des Personals getroffen, teilte ein NATO-Sprecher am Dienstag mit. „Dazu gehört die vorübergehende Verlegung einiger Mitarbeiter an verschiedene Standorte innerhalb und außerhalb des Irak.“

Die NATO bildet seit Anfang 2017 im Irak Sicherheitskräfte aus. Der Einsatz umfasste zuletzt rund 500 Soldaten, die meisten aus Kanada.

Die Spannungen in der Region hatten sich in den vergangenen Tagen dramatisch verstärkt. Grund war die Tötung des iranischen General Qassem Soleimani in der Nacht auf Freitag durch einen gezielten US-Drohnenangriff im Irak.

Der Iran hatte daraufhin Vergeltung angekündigt. Das irakische Parlament forderte seinerseits, dass die ausländischen Truppen das Land verlassen müssten, die dort vor allem wegen des US-geführten Einsatzes gegen die Jihadistenmiliz IS stationiert sind.

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Die NATO hatte die Ausbildung irakischer Soldaten wegen der Spannungen am Wochenende bereits ausgesetzt. „Bei allem, was wir tun, steht die Sicherheit unseres Personals an erster Stelle“, erklärte der NATO-Sprecher. Er machte keine Angaben zum Umfang des Abzugs aus dem Irak und verwies auf Sicherheitsgründe.

Der NATO-Sprecher bekräftigte, das Bündnis sei „bereit, unsere Ausbildung und den Aufbau von Kapazitäten fortzusetzen, wenn es die Situation erlaubt“. Die NATO sei „dem Kampf gegen den internationalen Terrorismus stark verpflichtet“.

Irakische Soldaten wurden von der NATO bisher insbesondere in der Entschärfung von Sprengsätzen, der Instandhaltung und medizinischer Versorgung geschult. Zudem berät die NATO das irakische Verteidigungsministerium und andere Sicherheitsbehörden. (APA/AFP/dpa)


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