Vulkanausbruch in Neuseeland: Vier Opfer weiter in kritischem Zustand

Einen Monat nach dem verheerenden Ausbruch werden noch immer 13 Menschen in Krankenhäusern behandelt. Vier kämpfen weiter um ihre Leben.

Sechs Leichen konnten die Rettungskräfte am Freitag von der Insel bergen, zwei Menschen werden noch vermisst.
© APA/AFP

Wellington – Einen Monat nach einem Vulkanausbruch in Neuseeland mit 19 Toten befinden sich vier der zahlreichen Verletzten immer noch in kritischem Zustand. „Unsere Gedanken sind bei ihnen und ihren Familien, genauso wie bei den Menschen, die Angehörige verloren und den anderen Opfern, die auf dem Weg der Genesung sind“, schrieb das Gesundheitsministerium am Mittwoch in einer Mitteilung.

47 Touristen hatten sich am 9. Dezember auf einer Sightseeingtour auf der Vulkaninsel White Island vor der Ostküste von Neuseelands Nordinsel befunden, als es zu dem Ausbruch kam. In vier neuseeländischen Krankenhäusern werden der Mitteilung zufolge insgesamt noch 13 Verletzte behandelt. Weitere 13 Verletzte waren bereits in den Tagen nach dem Vulkanausbruch auf der auch Whakatane genannten Insel zur Behandlung nach Australien geflogen worden.

Zwei Menschen bleiben vermisst

Nach zwei Vermissten stellte die Polizei die Suche zu Weihnachten ein. Es wird vermutet, dass auch sie ums Leben kamen und ihre Leichen ins Meer gespült wurden. Offiziell heißt es, es gebe 17 bestätigte Tote und zwei Vermisste.

Der Inselstaat Neuseeland liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone der Erde. White Islands Vulkan war seit einiger Zeit wieder verstärkt aktiv, trotzdem fuhren immer wieder Boote mit Ausflüglern dorthin. (APA/dpa)


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