Früher als geplant: Backbone in Osttirol wird heuer noch fertig

Ein Jahr früher als geplant wird der Hauptstrang des Glasfasernetzes zwischen den Gemeinden vollendet.

Weltweit läuft die Vernetzung über Glasfaserkabel, im Regionet des Planungsverbandes führen solche Leitungen zu jedem Haus.
© Christoph Blassnig

Von Christoph Blassnig

Lienz –Die fünfzehn Gemeinden des Planungsverbandes 36 Lienzer Talboden arbeiten seit dem Jahr 2015 intensiv an der Errichtung eines übergeordneten Glasfasernetzwerkes (Backbone). Diese zukunftssichere Infrastruktur für den schnellstmöglichen Internetzugang ist im Besitz des Verbandes. Drei Internetanbieter haben sich in dieses Glasfasernetz eingemietet und stellen den Endabnehmern, privaten gleich wie Unternehmern, Internet­angebote zur Auswahl. Über Glasfaser spielt es für die Geschwindigkeit keine Rolle mehr, ob der Nutzer in einer erschlossenen, aber entlegenen Hofstelle in Assling sitzt oder nahe dem Wahlamt mitten in der Stadt.

„Wir werden ein Jahr früher als geplant mit unserem Backbone-Netz fertig“, zeigt sich Planungsverbandsobmann Josef Mair zuversichtlich. Insgesamt 67 Kilometer Hauptleitungen vom zentralen Serverraum in Lienz bis in die Gemeindezentralen in allen 14 Nachbargemeinden werden dann verlegt sein. 3,2 Millionen Euro wurden für die Errichtung veranschlagt. Die Hälfte davon kommt aus Förderungen des Bundes und vom Land Tirol.

Die Gemeinden ihrerseits sind unterschiedlich weit, was die Erschließung aller Grundstücke angeht. Während Assling mit seinen weit verstreuten Siedlungen bereits im Spätsommer des Vorjahres den Vollausbau zu allen Grundstücken vermeldet hat, fehlen nach Iselsberg und Lavant derzeit sogar noch die Backbone-Hauptleitungen. „Wir werden diese heuer herstellen“, kündigt Mair an.

Die Stadt Lienz hat den Betriebszweig „Passive Breitband-Infrastruktur samt Kommunikations- und Elektrotechnik“ im Städtischen Wasserwerk angesiedelt. Im Dezember hat der Gemeinderat ein Förderansuchen für die Ausbaustufe 4 abgesegnet. Von den Gesamtkosten von 150.000 Euro kommt so die Hälfte wiederum aus Förderungen. Im Stadtgebiet sind letztes Jahr wieder ganze Straßenzüge erschlossen worden. Heuer sollen in den südlichen Bereichen Eichholz und Pfarrsiedlung die Tiefbauarbeiten vollständig abgeschlossen werden.


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