Klares Nein zur Stauspur-Idee bei der Zillertalbahn

Zillertalbahn-Vorstand Schreiner und LHStv. Geisler können dem Vorschlag, die Zillertalbahntrasse im Staufall für den Verkehr zu nutzen, nichts abgewinnen.

Klimafreundliches Bahnfahren mit Wasserstoff – an diesen Plänen wird festgehalten. Der Bahnverkehr müsste eingestellt werden, wenn die Trasse für Kfz-Verkehr genutzt wird.
© Zillertalbahn

Von Angela Dähling

Fügen –Die Gleisstrecke der Zillertalbahn im Staufall für den Kfz-Verkehr als dritte Spur nutzbar zu machen – dieser gestern in der TT vorgestellten Idee des Bauingenieurs Alexander Walther kann LHStv. Josef Geisler nichts abgewinnen. Und auch Helmut Schreiner, technischer Vorstand der Zillertalbahn, erteilt derartigen Visionen eine klare Absage. „Neu ist die Idee nicht. Aus der Bahntrasse eine Busspur zu machen, war beispielsweise auch ein Thema bei der Erstellung des Zillertaler Strategieplans“, hält LHStv. Geisler fest. Und er betont: „Wir wollen nicht mehr Autos, sondern die Straße entlasten, indem mehr Menschen den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) nutzen. Und das tirolweit.“ Da die Bahnstrecke etwa in Strass, Ried, Kaltenbach, Aschau und Zell mitten durch den Ort verläuft, meint er: „Die Menschen dort werden sich bedanken, wenn wir durch solche Ideen den Verkehr inklusive Lkw im Ort wieder verstärken.“ Wenn zehn bis 15 Prozent der Autofahrer auf die Bahn umsteigen würden, gäbe es laut Geisler im Zillertal keinen Stau mehr.

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