Magere Hirsche sorgten für Wirbel: „Lassen kein Wild bewusst verhungern“

Magere Hirsche sorgten im Februar 2019 für Zoff in Jochberg. Eine Fütterung der Bundesforste wurde beendet. Tierschützer warnen nun: Behelfsfüttern reicht nicht aus!

Tierschützerin Christine Miller kritisiert, dass die Übergangsfütterung nicht ausreicht, zudem liege das Futter am Boden.
© Dr. Christine Miller

Von Alexandra Plank

Jochberg –Am 24. Dezember 2019 erging ein Hilferuf der Wildbiologin und Tierschützerin Christine Miller an den Bürgermeister von Kitzbühel und Geschäftsführer des Nobelhotels Kempinski. In letzterem hieß es: „Im vergangenen Winter war das Vergnügen der Hotelgäste allerdings gestört, als hungerndes Rotwild aus dem Jochbergwald an den Ortsrand zog und sich den Gästen und Einheimischen der bedauernswerte Anblick von notleidendem Rotwild bot.“ Miller, Vorsitzende des Aktionsbündnisses zum Schutz der Wildtiere und ihrer Lebensräume in Bayern, bringt die Sorge zum Ausdruck, dass „in diesem Winter (...) eine zynische Wiederholung der bedauerlichen Vorgänge“ drohe. Und weiter: „Für eine ,Gnadenfrist‘ von höchstens zwei Jahren wird nun eine kleine, unzureichende Ersatzfütterung in unmittelbarer Nähe zur Skiabfahrt geben.“ Gegenüber der TT erklärt Miller, dass es trotz der Feiertage binnen kürzester Zeit Reaktionen der Adressaten gegeben habe.

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