Tiroler Kinos erzielten 10,7 Millionen Euro Umsatz

2019 war trotz – oder wegen – des Hitzesommers mit +9,1 Prozent ein erfolgreiches Jahr für die Tiroler Kinos.

„Der König der Löwen“ war der beliebteste Film des vergangenen Jahres.
© imago images / Cinema Publishers

Von Verena Langegger

Innsbruck –Tirol ist ein Land der Kinogeher, die Tiroler Kinos erzielten 2019 ein Besucherplus von 6,5 Prozent und ein Umsatzplus von 9,1 Prozent, berichtet Georg Mayrhofer, Obmann der Fachgruppe Kinos in der Wirtschaftskammer. Der Umsatz der 13 Kinos betrug im vergangenen Jahr 10,7 Millionen Euro. Am Land gingen die Leute 2019 noch lieber ins Kino (+7 Prozent) als in der Stadt (+6 Prozent), eine Kinokarte kostete im Schnitt 8,75 Euro und wurde damit 2019 um 2 Cent teurer.

11,49 Prozent der Kinobesucher schauen Filme am liebsten im kleinen, feinen Kino mit 1 bis 2 Sälen, die Mehrzahl (49,65 Prozent) mag die großen Kinokomplexe mit mindestens 8 Sälen. Am beliebtesten war 2019 „Der König der Löwen“ (837.348 Besucher), auch „Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers“ dürfte die Kinosäle noch länger füllen, vermutet Mayrhofer.

„2019 war ein gutes Jahr“, freut er sich: Kein Kino habe zugesperrt, eines sei zu den 13 Kinos mit 47 Sälen dazugekommen, denn: „Das Kino in Fulpmes wurde wiedereröffnet.“ Überhaupt scheint Tirol ein ideales Pflaster für Kinos zu sein, denn es war das erste Bundesland, das „voll digitalisiert“ war. Hochmodern soll es auch weitergehen, verspricht Alexander Wurzenrainer, derzeit noch Mayrhofers Stellvertreter, demnächst aber Obmann der Fachgruppe Kino. Das Kinoerlebnis werde weiter aufpoliert, mit neuen Kinosesseln (im 4DX-Saal), die je nach Film hin- und herbewegt werden, während der Wind geht und es sogar duftet. Mit ultrascharfem Bild (Sony-Doppelprojektion) und Dolby-Atmos-Tonsyste­m. Im IMAX sitzt der Zuseher sowieso mittendrin in der Handlung.

Optimistisch sind die Tiroler Kinobetreiber trotz Streaming­diensten wie Net­flix. „Kinogehen ist ein Erlebnis, man geht mit Freunden oder Familie hin“, sagt Mayr­hofer. Daheim allein ­streamen sei etwas ganz anderes.

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