Manfred Hofer tritt als Vorstand von Kitzbühel Tourismus zurück

Seit 2012 ist Manfred Hofer als Stellvertreter von Signe Reisch an der Spitze des Tourismusverbandes, nun zieht er einen Schlussstrich.

Manfred Hofer mit GF Viktoria Veider-Walser bei der Eröffnung des Biketrails im Sommer 2019.
© Angerer

Von Harald Angerer

Kitzbühel –Mitten in der Wintersaison sorgt Manfred Hofer für einen Knalleffekt. Er zieht sich aus dem Kitzbüheler Tourismusverband zurück. Seit dem Jahr 2012 war er an der Seite von Signe Reisc­h im Vorstand des Verbandes als Stellvertreter tätig. Nun tritt er zurück – aus beruflichen Gründen, wie er offiziell betont.

„Ich habe die vergangenen sieben Jahre sehr gerne für Kitzbühel Tourismus gearbeitet. Aber ich habe nun einige Projekte in der Pipeline, die meine volle Aufmerksamkeit benötigen“, sagt Hofer auf Anfrage der Tiroler Tageszeitung. Bereits seit dem vergangenen Sommer habe es deshalb Gespräche gegeben, unter anderem mit TVB-Aufsichtsratsvorsitzendem Josef Burger. Es sei also nicht überraschend gewesen.

Eine seiner großen Errungenschaften in seiner Zeit als Vorstand war sicher die Errichtung des Singletrails vom Hahnenkamm, der im Vorjahr eröffnet wurde. Dies gestaltete sich allerdings mühsam. „Das war aber im Vorfeld klar, dass so was nicht leicht wird, und ich habe das als Herausforderung gesehen“, schildert Hofer. Er sieht aber im Biken eine große Zukunftsaktie für Kitzbühel. „Das Radfahren ist sicher ein Kernthema für den Sommer in der Zukunft“, betont Hofer. Dass das nun durch seinen Abgang wieder in den Hintergrund rutschen könnte, glaubt er nicht. „Es gibt eine Strategie, die von Vorstand und Geschäftsführung ausgearbeitet wurde. Die Strategie ist nicht von einzelnen Personen abhängig“, so Hofer.

Im Hintergrund war zu hören, dass Hofer und Präsidentin Signe Reisch nicht immer einer Meinung waren. Mit Kritik hält sich Hofer allerdings zurück. „Jeder hat seine Präferenzen. So vielschichtig wie Kitzbühel ist, sollen auch die Meinungen sein“, sagt Hofer. Auch Reisch selbst betont, dass die Zusammenarbeit sehr gut war. Man habe immer alles gemeinsam besprochen. Unstimmigkeiten zwischen ihr und Hofer hätte es nicht gegeben. „Ich bedauere den Schritt, aber das ist seine Entscheidung. Nun ist der Aufsichtsrat am Zug“, sagt Reisch zum Rücktritt. Eine spätere Rückkehr in den Verband schließt Hofer aus, er stehe aber gerne mit Rat und Tat zur Verfügung, „falls das gewünscht wird“.

„Manfred Hofer hat als Vorstand sehr gute Arbeit geleistet. Er hat aber nun eine Entscheidung getroffen, die zur Kenntnis zu nehmen ist“, sagt TVB-Aufsichtsratsvorsitzender Josef Burger. Der Rücktritt sei am Donnerstag schriftlich eingelangt und ist nach einer Woche gültig. Dann werde eine Aufsichtsratssitzung einberufen und aus dessen Mitgliedern ein Nachfolger gewählt. „Die Entscheidung trifft das Gremium, es gibt vorher keine Namen“, gibt sich Burger verschlossen.


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