Reise nach Albanien: Ein Land zwischen gestern und morgen

Albanien war lange wie Nordkorea hermetisch abgeschottet. Auch 30 Jahre nach dem Ende des Regimes sind die Wunden der Vergangenheit noch spürbar. Eine Reise durch ein von der Diktatur versehrtes Land, das seine Hoffnung auf Europa setzt – und auf den Tourismus.

Der Skanderbeg-Platz ist der Hauptplatz der albanischen Hauptstadt Tirana.
© Simone F. Lucas/srt

Simone F. Lucas

Die Straße ist schmal, kurvenreich, und der Bus holpert über Schlaglöcher. Unter uns fließt die grünblaue Vjosa, einer der letzten ungezähmten Flüsse in Europa. Auf der anderen Seite stapeln sich grünbepelzte Berge – eine Urlandschaft. Ein Bauer führt seine Kuh am Strick wie in einem der Grimmschen Märchen, Ziegen weiden am Straßenrand, und zwischendurch lugen wie riesengroße Champignons Bunker zwischen Grashalmen hervor. Enver Hoxha, Albaniens Diktator, hat das ganze Land mit solchen Bunkern überzogen.

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