Französische Regierung macht Rückzieher bei Pensionsreform

Die französische Regierung reagiert auf die Proteste. Das Pensionsantrittsalter hätte auf 64 Jahre angehoben werden sollen. Das wird nun gestrichen.

Ministerpräsident Edouard Philippe (Mitte) neben Gesundheits- und Sozialministerin Agnes Buzyn und dem Hochkommissar für die Pensionsreform Laurent Pietraszewski.
© APA/AFP/POOL/CHARLES PLATIAU

Paris – Die französische Regierung ist bereit, vorerst auf den umstrittensten Punkt ihrer geplanten Pensionsreform zu verzichten. Er sei bereit, die stufenweise Erhöhung des Pensionsantrittsalters auf 64 Jahre bis 2027 aus dem Gesetzesentwurf zu streichen, schrieb Ministerpräsident Edouard Philippe am Samstag in einem Brief an die Gewerkschaften und Arbeitgeberorganisationen.

In Frankreich gibt es aus Protest gegen die Pensionspläne seit Wochen Streiks und Proteste. Philippe war am Freitag mit den Gewerkschaften zusammengetroffen. Bei neuerlichen Protesten am heutigen Samstag kam es zu Gewalt. Der Regierungschef will das umstrittene Reformpaket, das eine Abschaffung des komplizierten Systems aus 40 Pensionskassen vorsieht, am 24. Jänner in der Regierung verabschieden. Mitte Februar soll es ins Parlament kommen. (APA, AFP)

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