Schlappe auch in Graz: Bei den Haien ist kein Land in Sicht

Die Innsbrucker Haie kassierten in Graz mit 1:4 die bereits achte Niederlage in Serie. Der Negativlauf erinnert an keine besonders schönen Zeiten.

Die Haie um John Lammers (r.) gerieten gestern auch bei den Graz 99ers um Kevin Moderer ins Hintertreffen.
© gepa

Von Alex Gruber

Graz — So sehr Innsbrucks Headcoach Rob Pallin nach der 3:4-Niederlage nach Verlängerung in Linz eine Formsteigerung betonen wollte, so sehr fehlt den Haien seit Wochen ein gewinnbringendes Ergebnis. Der letzte Sieg datiert vom 26.12. (6:1 gegen Dornbirn), jetzt steht nach acht Niederlagen in Serie ein Torverhältnis von 10:37 zu Buche. Zahlen, die vor der anstehenden Qualifikationsrunde nicht unbedingt die Zuversicht nähren, dass die Pallin-Truppe noch ein Play-off-Ticket ergattern kann.

Es gab auch in Graz gute Phasen und im ein oder anderen Powerplay machten die Haie viel Druck, die Scheibe springt aber auch bei den Topscorern der Tiroler um Joel Broda schon länger nicht mehr ins Tor. Zumindest der Schwede Jesper Thörnberg konnte im Mitteldrittel mit dem zwischenzeitlichen Anschlusstreffer zum 1:2 anschreiben, zuvor hatte man den Steirern aber auch mit teils überflüssigen Strafen den Weg zu einer 2:0-Führung geebnet.

Die Haie — Ondrej Sedivy musste verletzt vom Eis — bissen sich auch im Schlussabschnitt am starken Graz-Goalie Cristopher Nihlstorp die Zähne aus, sein Gegenüber Scott Darling musste indes bei einem weiteren Grazer Powerplay hinter sich greifen. Beim letzten Treffer in der Schlussminute war das HCI-Tor bereits verwaist. Ein Erfolgserlebnis konnte aus Tiroler Sicht somit nur Graz-Export Philipp Lindner (hatte mit 24:30 Minuten am meisten Eiszeit bei den Hausherren) verbuchen.

„Es ist schwer. Wir spielen zurzeit eigentlich nicht schlecht. Es kommen aber immer wieder kleine Fehler auf und keiner hat Selbstvertrauen", diktierte Christof Kromp nach dem Match. Nachsatz: „Wir müssen das Spiel wieder einfach machen und mehr zum Tor gehen, sodass wir auch wieder mehr Tore schießen."

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Weil Dornbirn bei Fehervar mit 3:1 gewann, schmolz der Vorsprung auf den letzten Platz drei Runden vor Ende des Grunddurchgangs auf vier Zähler. Die Rückwärtsentwicklung erinnert an den harten Wiedereinstieg in die Erste Bank Eishockeyliga 2012.

Ergebnisse Erste Bank Liga - 39. und 41. Runde

39. Runde:

KAC - Znojmo 4:0 (1:0,1:0,2:0)

Graz99ers - HC Innsbruck 4:1 (0:0,2:1,2:0)

Vienna Capitals - VSV 4:2 (2:0,1:1,1:1)

Black Wings Linz - Red Bull Salzburg 1:2 (0:0,1:2,0:0)

41. Runde:

Fehervar - Dornbirner EC 1:3 (0:1,0:1,1:1)


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