Tourengeher schlug Raupenfahrer: Schockierende Szene am Rangger Köpfl

Eine nächtliche Auseinandersetzung am Rangger Köpfl sorgt für Aufsehen im Netz. Ein Video zeigt einen erbosten Tourengeher, der auf den Fahrer einer Pistenraupe losgeht.

Die gewaltsame Szene sorgt für Aufsehen im Netz. Am Sonntag soll sich der Tourengeher beim Pistenraupenfahrer telefonisch entschuldigt haben.
© Screenshot/Facebook

Oberperfuss — Eine nächtliche Auseinandersetzung im Skigebiet Rangger Köpfl sorgt derzeit in den sozialen Netzwerken für Aufregung und Tausende Klicks. Das Video zeigt einen erbosten Tourengeher, der auf den Fahrer einer Pistenraupe losgeht. (>> zum Video) Verletzt wurde niemand, die beiden sollen sich mittlerweile wieder versöhnt haben. „Wir haben keine Anzeige erstattet", sagt Hubert Deutschmann, Geschäftsführer der Bergbahnen Oberperfuss.

Zur handgreiflichen Auseinandersetzung kam es am Freitag gegen 23 Uhr in der Nähe der Rosskogelhütte. „Obwohl es eigentlich nicht erlaubt ist, waren zu dem Zeitpunkt zahlreiche Tourengeher im Skigebiet unterwegs", schildert Deutschmann die Vorgeschichte. Vor allem bei der Talfahrt ein gefährliches Unterfangen für die Sportler — die Pistengeräte hängen am Steilhang im oberen Bereich am schwer erkennbaren Stahlseil, wenn sie die Piste präparieren.

„Glück, dass das Seil nicht voll gespannt war"

Tatsächlich wurde dieses Seil zum „Stolperstein" für mehrere Tourengeher. „Sie stürzten bei der Abfahrt über das quer über den Hang verlaufende Hindernis, blieben aber unverletzt", so der Geschäftsführer weiter: „Sie hatten Glück, dass das Seil nicht voll gespannt war. Sonst hätte das schlimm ausgehen können."

Um weitere Unfälle zu vermeiden, bat der Fahrer des Pistengeräts seinen Kollegen im zweiten Ratrac, zur Rosskogelhütte zu fahren, um dort Tourengeher vor der Abfahrt zu warnen. Was der Bergbahnmitarbeiter dann auch tat. Eine Auseinandersetzung war die Folge: Auf dem Video ist zu sehen, wie ein Sportler dem Raupenfahrer an den Hals greift. Dieser wehrt sich mit einem leichten Stoß. Der Sportler geriet dann so in Rage, dass er sein Gegenüber zunächst im breitesten Tiroler Dialekt als kleines Borstenvieh beschimpfte. Dann versetzte er dem Bergbahn-Mitarbeiter zwei Schläge ins Gesicht. Beim anschließenden Gerangel versuchte die Tochter, den Tourengeher zu beruhigen: „Papa, du hast zu viel getrunken, das bringt nichts."

Tourengeher entschuldigte sich telefonisch

Am Sonntag soll sich der Sportler beim Fahrer telefonisch entschuldigt haben. Deutschmann weist auf die psychische und finanzielle Belastung hin. „Am Freitag musste nach der Abfahrt von etwa 50 Tourengehern die Piste erneut präpariert werden. Dazu kommt die ständige Angst, dass sich ein Sportler durch das Seil schwer verletzt", will Deutschmann eine politische Lösung. (tom)


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