Prozessreigen gegen Dopingsünder am Landesgericht Innsbruck

Hochbetrieb am Innsbrucker Landesgericht in der Doping-Causa „Operation Aderlass“: Den Auftakt machen am Dienstag und Mittwoch die ehemaligen Profi-Sportler Dominik Baldauf und Georg Preidler.

Dominik Baldauf muss sich am Dienstag wegen schweren Sportbetrugs verantworten.
© gepa

Innsbruck – Am Dienstag startet am Innsbrucker Landesgericht ein wahrer Prozessreigen in der Doping-Causa rund um die „Operation-Aderlass“. An zwei aufeinanderfolgenden Tagen stehen der ehemalige Skilangläufer Dominik Baldauf bzw. Radprofi Georg Preidler vor Gericht. Beide müssen sich wegen schweren Sportbetrugs verantworten.

Gemeinsam mit Preidler steht übrigens ein weiterer ehemaliger Radsportler vor Gericht. Ihm wird vorgeworfen, Preidler bei der Beschaffung der Wachstumshormone geholfen zu haben, indem er den Kontakt herstellte.

Am 27. Jänner steht dann der Prozess gegen Johannes Dürr an. Dem ehemaligen Skilangläufer wird laut Anklage neben schweren Betrugs zudem zur Last gelegt, zum Doping anderer Sportler beigetragen zu haben. Dürr selbst hatte damals die Ermittlungen zur „Operation Aderlass“ ins Rollen gebracht.

Prozess gegen Denifl am 3. Februar

Der Prozess gegen den Radprofi Stefan Denifl soll dann am 3. Februar über die Bühne gehen. Dem Tiroler wird vorgeworfen, beginnend mit dem Jahr 2014 bis zur Beendigung seiner Radprofikarriere Ende 2018 Blutdoping praktiziert und Wachstumshormone genommen zu haben.

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Am 10. Februar folgt dann der vorerst letzte Prozess in der Causa. Der Techniker und Servicemann Emanuel M. muss sich wegen Vergehens nach dem Anti-Doping Bundesgesetz und wegen Beitrags zum Sportbetrug verantworten. Der Prozess war ursprünglich für den 19. Dezember anberaumt gewesen, über Antrag des Angeklagten wurde die Verhandlung jedoch verlegt.

Bei der „Operation Aderlass“ handelt es sich um Ermittlungen in einer internationalen Blutdopingaffäre, die im Februar 2019 während der Nordischen WM in Seefeld sowie in Deutschland aufgeflogen ist. Die Liste der mutmaßlich in den Blutdoping-Skandal um den deutschen Arzt Mark S. verwickelten Sportler soll 21 Namen umfassen. 15 aus sieben Nationen - darunter die Langläufer Max Hauke, Baldauf und Dürr sowie die Radsportler Preidler und Denifl - sind schon bekannt. Hauke war bereits im Oktober, nicht rechtskräftig, zu fünf Monaten bedingter Freiheitsstrafe verurteilt worden. (APA)


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