Stadtfeuerwehr Landeck: 1239 Stunden mehr im Einsatz

Die Stadtfeuerwehr Landeck wurde 2019 zu besonders zeitintensiven Einsätzen gerufen. Der Aufwand stieg um 50 Prozent.

© Feuerwehr Landeck

Von Matthias Reichle

Landeck –Der Brand eines Wohnhauses in Tobadill, Unfälle im Arlbergtunnel und Muren in Strengen und im Kaunertal – das sind einige der Alarmierungen, die die Stadtfeuerwehr Landeck im vergangenen Jahr besonders gefordert haben. Während die Zahl der Einsätze, zu denen die Florianijünger gerufen wurden, nur moderat um acht Prozent zunahm, gab es bei den geleisteten Einsatzstunden eine ordentliche Steigerung um über 50 Prozent. 2018 waren es 2325, 2019 um 1239 mehr – insgesamt 3564 Stunden.

„Wir hatten besonders aufwändige Einsätze“, betont Kommandant Christian Mayer. Bei den Löscharbeiten in Tobadill zum Beispiel war man insgesamt 20 Stunden vor Ort. Aber auch der Wohnungsbrand in der Landecker Paschegasse gehörte zu den arbeitsintensiveren.

Wobei auch im vergangenen Jahr die so genannten technischen Einsätze in der Mehrzahl waren. So musste die Feuerwehr Landeck auch ausrücken, als bei einem Unfall im vergangenen Oktober in Samnaun 800 Liter Kerosin in den Zandersbach geflossen sind. „Wir haben 200 Liter abpumpen können“, so Mayer.

Aktuell umfasst die Feuerwehr 204 Mitglieder, davon 155 aktive. Sie werden immer stärker gefordert. Die Zahl der Einsätze geht nach oben. „Es werden immer mehr“, bestätigt Mayer. „Es ist ein Wandel der Zeit. Wir werden heute wegen allem gerufen. Die Menschen werden immer sensibler.“ Da reichen Gerüche jeglicher Art, um zu einem Gaseinsatz alarmiert zu werden.

Aber auch die Fortbildung kam nicht zu kurz: 2019 gab es 215 Übungen, Schulungen und Übungsfahrten. Etwas Besonderes war eine Ausbildungsreihe für Tunneleinsätze an der International Fire Academy in Balsthal (Schweiz). Keine andere Feuerwehr in Österreich dürfte sich so lange mit diesem Thema beschäftigen wie die Landecker, so Mayer. 1500 Stunden leisteten die Feuerwehrmitglieder auch bei der Sanierung des Gerätehauses in Perfuchsberg. Für das Projekt waren 73.600 Euro im Budget.

Auch heuer wurden sieben neue Mitglieder in die Jungfeuerwehr aufgenommen – darunter zwei Mädchen.


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