114 Staaten sagen verschärfte Klimaschutzpläne zu

Vor dem nächsten Weltklimagipfel im November in Glasgow haben schon 114 Staaten zugesagt, bis spätestens dann ihre nationalen Pläne für mehr Klimaschutz nachzubessern. Dies geht aus einer Liste des UN-Klimasekretariats hervor, die vom chilenischen Vorsitz des letztjährigen Gipfels veröffentlicht wurde.

Die Präsidentin des kommenden Gipfels, die frühere britische Energieministerin Claire O‘Neill, lobte, dies sei ein Anstieg um rund 60 Prozent seit September. Wichtige Staaten wie China und Indien, die besonders viel klimaschädliche Treibhausgase ausstoßen, sind allerdings noch nicht darunter. Nach dem Pariser Klimaschutzabkommen sind die Staaten verpflichtet, rechtzeitig zum Gipfel in Schottland ihre Klimaschutzziele zu verschärfen.

O‘Neill begrüßte zudem, dass sich inzwischen 121 Staaten dazu verpflichtet haben, bis 2050 klimaneutral zu werden, also unterm Strich keine Treibhausgase wie CO2 mehr auszustoßen. „Es ist entscheidend, dass die Welt zusammensteht, wenn wir eine Chance haben wollen, die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen“, erklärte sie. Auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte im Dezember das Ziel ausgegeben, die EU bis 2050 klimaneutral zu machen.

Schon jetzt hat sich die Erde nach Befunden des Weltklimarats um rund ein Grad aufgeheizt. Und die vergangenen fünf Jahre waren die wärmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Zu den Folgen zählen mehr extreme Wetterereignisse, also je nach Region mehr Hitzewellen, Dürren und Waldbrände, aber auch Hurrikans, Überflutungen und Starkregen.

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Geht es so weiter wie bisher, läge der Temperaturanstieg Ende des Jahrhunderts bei 3,4 bis 3,9 Grad. Angestrebt werden aber maximal 1,5 Grad, um die gefährlichsten Kipppunkte im Ökosystem zu meiden.


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