Barrieren werden am Patscherkofel jetzt abgebaut

Die Stadt Innsbruck will nicht nur das Parkplatzkonzept für Rollstuhlfahrer überarbeiten, sondern auch die Barrieren für körperbehinderte Öffi-Nutzer

Die Infrastruktur für Rollstuhlfahrer wird am Patscherkofel ebenso verbesser­t wie die unbefriedigende Situation mit den Parkplätzen.
© Thomas Boehm / TT

Innsbruck –Am Innsbrucker Hausberg passt der Inhalt noch nicht mit der Werbung „barrierefrei“ zusammen. Die Behindertenparkplätze wurden im Abseits errichtet, vor allem an den Wochenenden sind sie von rücksichtslosen Autofahrern zugeparkt. Das soll sich jedoch in Zukunft ändern, wie Innsbrucks Bürgermeister Georg Willi (Grüne) gestern nach einem Gespräch mit dem Geschäftsführer der Patscherkofelbahnen, Adria­n Egger, betonte. „Es wird weitere Verbesserungen geben. Die bestehenden Behindertenparkplätze werden adaptiert, zum anderen sollen zusätzliche in der Nähe des Aufzugs errichtet werden.“ Das kündigte Egger bereits an, schließlich dürfte die bisherige Feuerwehrzone nicht das Problem sein. Für die aktuellen Winter World Masters Games wurden nämlich auf dem großen Vorplatz zahlreiche Container aufgestellt.

Willi geht es darum, dass der Patscherkofel auch für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen bestmöglich nutzbar ist. „Da wurden siche­r Fehler begangen, auch beim Zugang von der Bushalte­stelle.“

Hier hakt Innsbrucks Stadträtin Elisabeth Mayr (SPÖ) ein, die für den Sport sowie Integration und die Agenden des Behindertenbeirats in der Landeshauptstadt zuständig ist. „Der Behindertenbeirat hat viele Vorschläge am Patscherkofel gemacht. Der Zugang für körperlich beeinträchtigte Menschen von der Bushaltestelle zur Talstation ist ebenfalls ein Problem.“ Hier gelte es große bauliche Barrieren zu überwinden. Ein behindertengerechter Zugang fiel am Ende dem Rotstift zum Opfer. „Eigentlich war ein Lift geplant, doch das war aufgrund der Mehrkosten dann offenbar nicht mehr drin“, sagt Mayr. Der vorgesehene wurde dann wieder zugeschüttet.

Bürgermeister Georg Will­i und Stadträtin Mayr versprechen jedenfalls, dass die bauliche Infrastruktur am Patscherkofel für Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen in ihrem Sinne umgestaltet wird. (pn)

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