Piburger See trägt Eisläufer

Eine Kommission prüft die Eisqualität, bevor der Piburger See zum Eislaufen und Spazieren freigegeben wird.
© Ötztal Tourismus

Der Piburger See ist Sommer wie Winter einen Ausflug wert. Der Natursee büßt selbst in der kalten Jahreszeit kaum von seinem Charme inmitten der verschneiten Bergkulisse ein.

Zwei Kilometer lang und acht Meter breit ist die Eislaufbahn, die für Gäste und Einheimische, für Winterwanderer und Eisläufer als Ausflugsziel bereitsteht. „Bevor wir den See freigeben, prüfen wir die Qualität des Eises“, erzählt Clemens Prantl von Ötztal Tourismus. Prantl kümmert sich, zusammen mit „Eismeister“ Ferdl Plattner, um Wartung und Sicherheit der Eisfläche.

In der Regel friert der Piburger See Ende Dezember zu. Erst im März taut die Eisfläche wieder auf. Allerdings wird der Piburger See erst ab einer bestimmten Mindesteisfläche bzw. -dicke für Sportler und Spaziergänger zur Benutzung freigegeben. Mithilfe einer Motorsäge fräsen die Platzwärter Eisstücke aus der Natureisfläche und prüfen so deren Stärke. Niederschläge, Temperaturschwankungen und sogar die Mondphasen haben Einfluss auf das Eis. Deshalb berät eine sechsköpfige Kommission, wie es um die Qualität des Eises bestellt ist. Ein umgebautes Quad mit Pflugschaufel fungiert als „Eismobil“ zur Räumung. „Früher nutzte man dafür ein alte Mähmaschine, auf der vorne ein Ski angebracht war“, erinnert sich der gebürtige Piburger Plattner.

Seit Kurzem steht den Wintersportlern ein beheizter Raum, direkt neben dem See, zur Verfügung. Eine Umkleide und Garderobe, sanitäre Einrichtungen, barrierefreie WCs sowie Lagermöglichkeiten für Schlittschuhe gestalten den winterlichen Ausflug komfortabel. Die Nutzung der Eisfläche ist kostenlos. Ab Oetz fährt ein Bus nach Piburg. (TT)


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