Weststeirisches Haus in Brand: Drei Tote befürchtet

Beim Brand eines Einfamilienhauses im weststeirischen Pack dürften in der Nacht auf Dienstag drei Menschen ums Leben gekommen sein. Es handelt sich um ein älteres Ehepaar und dessen ungarische Pflegerin. Das Haus war aus unbekannter Ursache in Brand geraten, elf Feuerwehren bekämpften die Flammen. Wegen Einsturzgefahr konnten sie noch nicht ins Innere der Brandruine vordringen.

Der Notruf eines Nachbarn war gegen 3.20 Uhr in der Landeswarnzentrale Kärnten eingegangen - ein Nachbar hatte das „Abplatzen“ der Dachziegel durch das Feuer gehört und Alarm geschlagen, wie der Bereichsfeuerwehrverband Voitsberg mitteilte. Die LWZ Kärnten alarmierte sofort die Landesleitzentrale Florian Steiermark, welche die Feuerwehr Pack und weitere drei Feuerwehren verständigte.

Wegen Wassermangels wurde Abschnittsalarm ausgelöst und Wehren mit Tanklöschfahrzeugen aus der Steiermark und Kärnten zur Unterstützung gerufen. Das Gebäude mit einem Steinfundament und einem hölzernen ersten Stock sowie Dachgeschoß liegt entgegen ersten Angaben der Einsatzkräfte nicht am Packer Stausee, sondern in der Ortschaft Pack selbst. Einem Feuerwehrmann zufolge sollen Brandmelder im Haus installiert gewesen sein.

Für die vermissten Hausbewohner gebe es wenig Hoffnung, sagte ein Polizist zur APA. Man habe alle Nachbarn befragt, in der Hoffnung, dass sich die Menschen dorthin gerettet haben könnten - leider vergeblich. Starker Wind hatte die Löscharbeiten erschwert, ein Übergreifen der Flammen auf anderen Häuser oder den Wald konnte aber verhindert werden.

Die Brandruine, in der am Vormittag immer noch Glutnester schwelten, war vorerst nicht zu betreten. Neben den Brandermittlern des Bezirks war auch die Tatortgruppe des Landeskriminalamtes vor Ort, ebenso ein Drohnenpilot. Mit dessen Flugobjekt wolle man die Ruine aus der Luft erkunden. Ein Kranfahrzeug soll die weiteren Arbeiten unterstützen. Zur Brandursache konnte noch nichts gesagt werden.

Bei den Vermissten handelt es sich um einen auf Pflege angewiesenen Mann (87) und seine Ehefrau (73) sowie die ungarische Pflegerin (53). Auch der Hund des Paares war bisher nicht auffindbar.


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