Mindestens 57 Tote durch Schneestürme und Lawine in Pakistan

Bei einem Lawinenabgang im Norden Pakistans sind mindestens 57 Menschen ums Leben gekommen. Das teilte ein Sprecher der Nationalen Katastrophenschutzbehörde, Mukhtar Ahmed, mit. Die Lawine habe in der Nacht auf Dienstag ein Dorf im Gebiet Neelum des Himalaya-Tals Kaschmir verschüttet. Rettungskräfte und Militär seien im Einsatz. Mindestens zehn Personen würden noch vermisst.

Die Rettungskräfte setzten schwere Maschinen und Hubschrauber ein, sagte Ahmed weiter. Auch eine Versorgung von Menschen in abgelegenen Bergdörfern mit Essen und Medikamenten sei angelaufen. Kleinere Lawinenabgänge und Erdrutsche haben mehrere Dörfer von der Außenwelt abgeschnitten. In der Region hatte es seit rund einer Woche heftig geschneit und geregnet.

Neben Kaschmir ist auch die südwestliche Provinz Baluchistan von den schweren Schneestürmen betroffen. Mindestens 30 Menschen seien im pakistanisch-afghanischen Grenzgebiet binnen 48 Stunden ums Leben gekommen, sagte der Chef der örtlichen Rettungskräfte, Imran Zarkoon, am Dienstag. Die Rettungskräfte in Baluchistan arbeiteten auf Hochtouren, um Dutzende Menschen zu retten, die in ihren Autos oder in Reisebussen in den Schneemassen steckengeblieben seien oder deren Dörfer von der Außenwelt abgeschnitten seien, sagte Zarkoon weiter.

Nach Angaben des Wetterdienstes in der Hauptstadt Islamabad war das Wetter in allen Regionen Pakistans am Dienstag wieder sonnig. Nur für die Provinz Baluchistan wurden weitere Schnee- und Regenfälle für die nächsten sieben Tage prognostiziert.

Aus dem Iran wurden schwere Überschwemmungen mit mindestens drei Todesopfern gemeldet. Ein weiterer Mensch werde vermisst, berichteten iranische Staatsmedien am Dienstag. Hunderte Dörfer seien wegen des Hochwassers von der Außenwelt abgeschnitten. Auch Indien und Afghanistan beklagten mehrere Todesopfer infolge heftiger Schneefälle und Regen. Im indisch-kontrollierten Teil Kaschmirs seien bei mindestens drei Lawinenabgängen seit Montagabend neun Menschen ums Leben gekommen, vier davon Soldaten, hieß es von der indischen Polizei und Armee am Dienstag. In Afghanistan starben in fünf Provinzen mindestens neun Menschen.


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