Türkis-grünes Pflegepaket: Pflegeschule startet in Innsbruck

Die türkis-grüne Koalition beschließt Schulversuche. Die Ferrarischule will eine dreijährige Ausbildung anbieten.

Bis 2030 werden österreichweit 75.000 zusätzliche Pflegekräfte gebraucht. Eine neue Schulausbildung soll mehr Personal bringen.
© APA

Wien, Innsbruck – Die türkis-grüne Koalition hat als ersten Schritt ihres Pflegepakets die Einrichtung von Schulversuchen für die Ausbildung von Fachkräften beschlossen. Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) kündigte an, sich nun per Ausschreibung auf die Suche nach Standorten dafür zu begeben. Die ersten Schulen sind aber schon fix, darunter die Ferrarischule in Innsbruck. Hier soll im Herbst eine dreijährige Ausbildung für Pflegeassistenten starten. Die Kosten für die Schulversuche teilen sich der Bund und die Länder.

Türkis-Grün will zwei neue Schultypen erproben. Neben dem Lehrgang an den dreijährigen Fachschulen für Sozialberufe wird es ab Herbst fünfjährige Höhere Lehranstalten für Sozialbetreuung und Pflege geben. Diese schließen mit der Matura ab. Die Absolventen werden zu Pflegefachassistentinnen bzw. -assistenten ausgebildet.

Neben der Ferrarischule sind für den neuen Schulversuch vier weitere Standorte in Niederösterreich, Salzburg und der Steiermark im Gespräch. Auch in Vorarlberg könnte die neue Ausbildung ausprobiert werden.

Sozialminister Rudolf Anschober (Grüne) rechnet mit rund 150 Absolventinnen und Absolventen pro Jahr. Den österreichweiten Gesamtbedarf an zusätzlichen Pflegekräften bis 2030 beziffert der Minister mit 75.000.

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Neben der Pflege widmete sich die Koalition als zweitem Schwerpunkt der Sicherheit. Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) freut sich über insgesamt 4300 zusätzliche Planstellen bei der Polizei, 2000 davon für Polizeischülerinnen und -schüler.

Im Vergleich zu den Plänen der früheren türkis-blauen Regierung entspricht diese nunmehr geplante Aufstockung einem Plus von 200 Stellen. (sabl)


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