Lage im Pariser Nahverkehr trotz Streiks etwas normalisiert

Nach knapp sechs Wochen Dauerstreiks gegen die Pensionsreform in Frankreich hat sich die Lage im Pariser Nahverkehr etwas normalisiert. Die Züge der Pariser Metro fuhren am Mittwoch auf etlichen Linien wieder tagsüber - zuvor waren sie nur zu Stoßzeiten unterwegs gewesen. Zwar waren immer noch einige große Bahnhöfe geschlossen.

Im Vergleich zu den vergangenen Wochen entspannte sich die Lage jedoch deutlich. Insgesamt legten am Mittwoch gut ein Fünftel der Zugführer ihre Arbeit nieder.

Nach Ansicht von Frankreichs Premier Edouard Philippe dauern die Streiks nun schon zu lange an. Die Situation bei der Staatsbahn SNCF und der Pariser Nahverkehrsgesellschaft RATP sei festgefahren, sagte er am Mittwoch. „Ich bin erst zufrieden, wenn alle SNCF-Nutzer auf nationaler Ebene und alle Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs im Großraum Paris wieder ein normales Leben führen können.“

Außerdem kam es landesweit seit Anfang der Woche an zahlreichen Häfen zu Blockaden. Aufgerufen hatte dazu die Gewerkschaft CGT aus Protest gegen die Reformpläne der Regierung. Betroffen waren etwa Calais, Le Havre oder La Rochelle, wie der Sender Franceinfo berichtete.

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Die südfranzösische Metropole Marseille traf es besonders schwer. Dort läuft parallel zum Streit gegen die Rentenreform seit einigen Tagen noch ein anderer Streik von Seeleuten. Zahlreiche Fährverbindungen sind gestrichen worden. Die Fährgesellschaft Corsica Linea hat zum Beispiel zahlreiche Fahrten nach Korsika annulliert. Auch bei Verbindungen nach Algerien kam es zu Störungen.


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