Neue Namen und alte Bekannte bei Festspielen Reichenau

Ganz ohne Schnitzler, Hofmannsthal, Werfel und Zweig präsentieren die Festspiele Reichenau ihr kommendes Sommerrepertoire. Das Intendantenpaar Loidolt stellte das Programm der Saison 2020 am Donnerstag in Wien vor. Geboten werden diesmal Stücke von Johann Nestroy, Henry James, Carl Zuckmayer, Heimito von Doderer und Joseph Roth.

„Eigentlich sind wir schon ein Altertum, aber trotzdem noch in großer Frische und Begeisterung. Wir werden in dieser mittlerweile 32. Saison die millionste Karte verkaufen“, freute sich Intendant Peter Loidolt. Neuen Namen und alten Bekannten wird man heuer in Reichenau begegnen. „Etwas Veränderung muss sein“, sind Peter und Renate Loidolt überzeugt. Zudem sei eine geplante Schnitzler-Produktion „punktgenau“ mit Peter Matic besetzt gewesen, der im Vorjahr plötzlich verstorben ist.

Maria Happel kehrt sowohl als Regisseurin als auch als Mitwirkende zurück. Sie führt in der von Stefan Slupetzky unter dem Titel „Arme reiche Erbin“ erstellten Bühnenfassung des Romans „Washington Square“ von Henry James im Rahmen der Reihe „Frauenschicksale aus der Weltliteratur“ Regie. In den Hauptrollen sind u.a. Martin Schwab, Wanda Worch und Elisabeth Augustin zu sehen (Premiere: 3. Juli).

Michael Gampe inszeniert die 1856 in Reichenau entstandene Posse „Umsonst“ im Neuen Spielraum. Auf der Bühne agieren u.a. Toni Slama, Chris Pichler und Alina Fritsch (Premiere: 5. Juli). Seine elfte Inszenierung in der Gemeinde am Fuße der Rax übernimmt Hermann Beil, der seine Spielfassung von Carl Zuckmayers „Des Teufels General“ u.a. mit Marcus Bluhm, Rainer Friedrichsen und Therese Hübchen realisiert (Premiere: 4. Juli).

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Eine weitere Dramatisierung bieten die Festspiele mit Heimito von Doderers „Die Wasserfälle von Slunj“ in der Bearbeitung von Nicolaus Hagg in einer Inszenierung von Beverly Blankenship, u.a. mit Günter Franzmeier, Mercedes Echerer, Gabriela Benesch und Dunja Sowinetz (Premiere: 6. Juli). Schließlich gestaltet Renate Loidolt in der Reihe „Literatur in Szene“ Joseph Roths „Die Geschichte von der 1.002. Nacht“ (Premiere: 11. Juli). Die konzertante Facette des Spielplans steuert Oleg Maisenberg mit einer Schubert-Matinee am 19. Juli bei.


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