Heißer Ankick in der deutschen Bundesliga mit EM-Fieber

Mit dem Rückrundenstart in der deutschen Bundesliga beginnen heute gewissermaßen auch die Empfehlungsschreiben der ÖFB-Kicker hinsichtlich der EM-Endrunde 2020.

ÖFB-Teamchef Franco Foda besuchte die Schalke-Legionäre Michael Gregoritsch und Alessandro Schöpf (r.) beim Trainingslager in Spanien.
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Innsbruck – Weil RB Leipzig (37 Punkte) vor Mönchengladbach (35), Serienmeister Bayern (33) sowie Dortmund und Schalke (30) in die Frühjahrssaison startet, wird in Deutschland der spannendste Titelkampf seit vielen, vielen Jahren ausgerufen. Die Hoffnung lebt, dass ein anderer Club die „Mia san mia“-Fraktion aus München endlich in Schach halten kann.

Schalke gegen Mönchengladbach zum Auftakt

Aus österreichischer Sicht geht es für die Spieler auch darum, sich für die EURO in Stellung zu bringen. Das gilt heute (20.30 Uhr/live ZDF) zum Rückrundenauftakt gleich bei der Begegnung zwischen Schalke und Mönchengladbach. Während Stefan Lainer bei den taktisch flexiblen Borussen um Ex-Salzburg-Coach Marco Rose auf der rechten Außenbahn gesetzt ist, rittern bei den Königsblauen in Gelsenkirchen Neuzugang Michael Gregoritsch (kam nach enttäuschendem Herbstdurchgang ja im Winter aus Augsburg) und der Tiroler Alessandro Schöpf um die Gunst der Stunde. Der 25-jährige Ötztaler und EM-Torschütze 2016 pirschte sich nach einem verletzungs­reichen letzten Kalenderjahr mit nur 193 Liga-Minuten in der Hinrunde in der Wintervorbereitung wieder heran.

Die Konkurrenz im Mittelfeld der ÖFB-Elf ist rund um die Leipzig-Turbos Marcel Sabitzer und Konrad Laimer denkbar groß, vielleicht klopft auch Hannes Wolf wieder oben an. Über deren Vereinskollegen Stefan Ilsanker hat der Club laut Bild-Zeitung indes ein Wechselverbot im Winter ausgesprochen. Dabei wollte der Defensivallrounder mit mehr Einsatzminuten bei einem anderen Club Eigenwerbung für die EURO machen. Eine Tatsache, die auch für Aleksandar Dragovic gilt, der im Teamdress eine stark­e EM-Qualifikation spielte, bei Bayer Leverkusen in der Innen­verteidigung weiterhin aber irgendwie nur als Notnagel gilt. Ganz im Gegensatz zu Bayerns Dauerbrenner David Alaba, der im Herbst stark in die Innenverteidigung der Münchner rückte.

Die deutsche Bundesliga bleibt Österreich nicht nur wegen der Grenznähe und des Schaufensters für die vielen ÖFB-Legionäre gefühlt am nächsten. „Wir rechnen uns einiges aus, nehmen uns schon viel vor“, wird Gladbach-­Coach Rose auf der Vereinshomepage vor dem Schlager bei Schalke zitiert. Und die neue Spannung im Titelkampf der Liga sei schön: „Ich kann mir schon vorstellen, dass es bis zum Ende ein­e enge Meisterschaft wird.“ Und jeder Tag zählt mit Blickrichtung EURO. (lex)

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