US-Armee schwenkt um: Soldaten bei Angriff des Iran verletzt

Bei den iranischen Raketenangriffen vergangene Woche auf von ausländischen Truppen genutzte Stützpunkte im Irak sind offenbar doch mindestens elf US-Soldaten verletzt worden. In der Luftwaffenbasis Al-Asad habe es nach Explosionen bei einigen Soldaten Symptome von Gehirnerschütterung gegeben, teilte das Zentralkommando der US-Streitkräfte am Donnerstag mit.

Bisher hatte es von der US-Armee - wie auch von Präsident Donald Trump - geheißen, durch die Angriffe sei niemand verletzt worden. Jetzt wurde mitgeteilt, dass elf Verletzte als Vorsichtsmaßnahme von der Basis Al-Asad ausgeflogen worden seien.

Nach den iranischen Angriffen hatte es zunächst so ausgesehen, als könnte sich der Konflikt zwischen dem Iran und den USA weiter dramatisch verschärfen. In den Tagen danach sandten aber sowohl Trump als auch die iranische Führung Signale der Deeskalation aus.

Der neue EU-Chefdiplomat Josep Borrell hält es unterdessen für möglich, dass das Atomabkommen mit Iran nicht zu retten ist. „Das Risiko besteht“, sagte Borrell laut dem Magazin „Der Spiegel“. „Aber eine Sache ist mir sehr wichtig: Der Streitschlichtungsmechanismus ist per se nicht ein Mechanismus, um Sanktionen wiedereinzuführen. Ich lese die Entscheidung der Außenminister Großbritanniens, Frankreichs und Deutschlands nicht als Vollzug der trumpschen Forderung, das Abkommen zu beenden“, so Borrell.

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