Dreijährige Schule für Gesundheit und Pflege in Tirol

Ab Herbst 2020 soll an der Ferrarischule (Höhere Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe) in Innsbruck in Kooperation mit dem AZW (Ausbildungszentrum West für Gesundheitsberufe) eine dreijährige Fachschule für Sozialberufe mit dem Schwerpunkt Gesundheit und Pflege eingerichtet werden. Der Schulversuch soll mit dem Schuljahr 2020/2021 starten.

An einem Gesundheitsberuf interessierte Jugendliche können damit bereits im Alter von 15 Jahren und nicht erst ab 17 die Schule besuchen, somit soll es zu keinen Wartezeiten mehr kommen. „Auf diese Weise wird ein weiterer Schritt gesetzt, um die Zahl dringend notwendiger Fachkräfte in der Pflege erhöhen zu können“, teilten Bildungslandesrätin Beate Palfrader und Pflegelandesrat Bernhard Tilg (beide ÖVP) am Freitag mit.

Die Lehrinhalte aus der Pflegeassistenzausbildung werden in den Lehrplan der dreijährigen Fachschule für Sozialberufe integriert, sodass die Absolventen nach Abschluss der Fachschule nur mehr die notwendigen Praktika durchlaufen müssen. „Die Jugendlichen schließen mit der Abschlussprüfung als Bürokauffrau bzw. -kaufmann und nach einem zusätzlichen halben Jahr in der Praxis als Pflegeassistentinnen und -assistenten ab“, erläuterte Palfrader.

Die türkis-grüne Bundeskoalition hatte im Ministerrat am Mittwoch einen Schulversuch zur Pflege-Ausbildung auf den Weg gebracht. Die Regierung will zwei neue Schultypen erproben. Neben dem Lehrgang an den dreijährigen Fachschulen für Sozialberufe soll es ab Herbst auch fünfjährige Höhere Lehranstalten für Sozialbetreuung und Pflege geben, die mit Matura abschließen.


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