Causa Schwarz: Teile des Finanzstrafverfahrens eingestellt

Teile des nach einer Selbstanzeige des Bistums Gurk laufenden Finanzstrafverfahrens gegen den ehemaligen Kärntner Diözesanbischof Alois Schwarz sind von der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) eingestellt worden. Das berichtet die „Kleine Zeitung“. Die Hauptvorwürfe gegen den jetzigen Bischof von St. Pölten sind aber weiterhin nicht vom Tisch.

Eingestellt wurden die Ermittlungen laut WKStA-Sprecherin Elisabeth Täubl wegen des Verdachts der Hinterziehung von Grunderwerbssteuer. Es gebe keine gerichtliche Zuständigkeit, weil der strafbestimmende Wertbetrag unter 100.000 Euro liegt. Der zweite Teil des Finanzstrafverfahrens betrifft den Verdacht der Hinterziehung von Körperschaftssteuer, hier laufen die Ermittlungen noch. Es geht um die Geldflüsse rund um den Verkauf von drei Wohnungen in Pörtschach am Wörthersee im Jahr 2013.

Das Bistum Gurk, das Mensalgut des Diözesanbischofs, kaufte 2012 die Wohnungen in einem Mehrfamilienhaus direkt am See. Der Kaufpreis betrug 1,38 Millionen Euro. Ein Jahr später wechselten die Immobilien schon wieder den Besitzer, Käufer war eine Stiftung des Waffenproduzenten Gaston Glock, die 1,5 Millionen dafür bezahlte. Parallel dazu ging von einer anderen Stiftung aus dem Glock-Imperium eine Spende von 600.000 Euro an das Bundesdenkmalamt, das die Renovierung des Stiftes Gurk und die Einrichtung eines neuen Diözesanmuseums betreute.

Weiter warten heißt es bei den anderen Vorwürfen gegen den Bischof. Sowohl beim Betrugsverdacht im Zusammenhang mit dem Pachtvertrag für ein Schloss als auch wegen des Untreueverdachts bei Dienstverträgen von Mitarbeitern der Diözese Gurk hat die WKStA Vorhabensberichte erstellt. Diese liegen seit mittlerweile mehr als einem halben Jahr bei den Oberbehörden.

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