ÖHB-Team verlor in EM-Hauptrunde gegen Spanien 26:30

Nach Kroatien hat sich für Österreichs Handball-Männer bei der Heim-EM auch Spanien als eine Nummer zu groß erwiesen. Am Samstag musste sich die ÖHB-Auswahl im zweiten Hauptrundenspiel in der Wiener Stadthalle dem Titelverteidiger mit 26:30 (16:17) beugen, machte dabei aber lange Zeit gute Figur.

Zur Sensation fehlte Österreich letztlich aber doch einiges, das „perfekte Spiel“ gegen die Iberer wurde es vor fast 9.000 Zuschauern nicht. Bereits am Montag (20.30 Uhr/live ORF 1) ist die Truppe von Trainer Ales Pajovic im nächsten Schlager gegen Deutschland gefordert. Die Deutschen trafen im Samstagabend-Hit noch auf Kroatien.

Die Partie in der quasi ausverkauften Wiener Stadthalle war von Beginn an ein Spektakel und zumindest eine Hälfte lang völlig offen. Als rot-weiß-rotes Prunkstück erwies sich dabei vor der Pause die Defensivabteilung, die Alex Dujshebaev und Co. das Leben zumindest schwer machte. Die schnelle Partie brachte dennoch viele Tore, Goalie Thomas Eichberger kam in den ersten 30 Minuten immerhin auf vier Paraden.

Mehr wäre für Nikola Bilyk und Co. jedenfalls im Angriff möglich gewesen. Zwar fanden nicht zuletzt Mitte-Mann Gerald Zeiner und Janko Bozovic immer wieder Lösungen gegen die offensive spanische Abwehr, ärgerlich waren aber mehrere technische Unzulänglichkeiten und insgesamt drei vergebene Konter durch Robert Weber und Sebastian Frimmel. Dennoch ließ man Spanien mit einer Ausnahme in der Anfangsphase (5:8/10.) nie um mehr als ein Tor davonziehen. Der Halbzeitstand war erfreulich, im Gegensatz zur Roten Karte für Abwehrspezialist Lukas Herburger wenige Minuten davor (26.).

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Auch nach Seitenwechsel blieb das Spiel turbulent. Spanien baute die Führung leicht aus und ging in der 41. Minute erstmals mit vier Toren 23:19 in Front. Ein ähnliches Comeback wie in der ersten Hälfte gelang Rot-Weiß-Rot, das in dieser Phase vier Minuten ohne Treffer blieb, im fünften Spiel dieser Endrunde aber nicht. Dazu kamen zwei „verschenkte“ Konter aufgrund von Fehlpässen Eichbergers und Webers.

Spanien sorgte mit dem 25:20 eine Viertelstunde vor Schluss für die Vorentscheidung, Österreich konnte nicht mehr entscheidend nachsetzen. Wie schon gegen Kroatien (23:27) hielt sich der den Rückstand am Ende aber in Grenzen und darf durchaus Hoffnung für die zwei letzten Aufgaben gegen Deutschland und Weißrussland (Mittwoch) machen.

„Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft. Wir haben bis zum Ende gekämpft und eine gute Abwehr gespielt, dann haben ein paar Pässe nicht geklappt. So gegen den Europameister Spanien zu spielen, da kann ich nur gratulieren. Wenn wir alle Chancen genutzt hätten, könnte das Spiel vielleicht auch kippen. Wenn wir in der Abwehr arbeiten, vielleicht können wir das nächste Mal die Chancen im Angriff nutzen“, sagte Pajovic.


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