70 Tote bei Raketenangriff im Jemen

Mindestens 70 Regierungssoldaten sind nach Angaben aus Militärkreisen im Jemen bei einem Raketenangriff getötet worden. Jemens Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi machte die Houthi-Rebellen für den Angriff in der Provinz Marib verantwortlich. Die vom Iran unterstützten Houthi-Rebellen bekannten sich bisher nicht zu der Tat.

Präsident Hadi verurteilte den „feigen und terroristischen“ Angriff. Die „schändliche Tat“ der Houthi-Rebellen bestätige „zweifellos ihre mangelnde Bereitschaft“ zum Frieden, zitierte ihn die Nachrichtenagentur Saba. Die Houthi „kennen nichts als Tod und Zerstörung“ und seien „ein billiges Werkzeug“ des Iran in der Region, fügte er hinzu. Die Rakete war offenbar während der Abendgebete am Samstag in der Moschee eines Militärlagers in Marib eingeschlagen, etwa 170 Kilometer östlich von Sanaa.

Die jemenitische Regierung wird seit 2015 von einer internationalen Militärkoalition unter der Führung von Saudi-Arabien im Kampf gegen die Houthi-Rebellen unterstützt. Nach Angaben von Hilfsorganisationen wurden in dem Krisenland bereits zehntausende Menschen getötet, unter ihnen viele Zivilisten. Die UNO spricht von der schlimmsten humanitären Krise weltweit.

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