Obmann der Wirtschaftskammer Landeck nimmt Abschied mit Wehmut

Der scheidende Obmann der Wirschaftskammer Landeck, Toni Prantauer, blickt auf zahlreiche Erfolge, aber auch auf nicht erreichte Ziele zurück.

Toni Prantauer (62), acht Jahre Bezirksobmann der Wirtschaftskammer Landeck sowie mehr als 30 Jahre Kammer- und Wirtschaftsbund­funktionär, hielt am Montag seine Abschiedsrede.
© WK

Landeck – Der Abschied fall­e ihm schwer, zugleich aber auch leicht. Das verriet Toni Prantauer kurz vor dem Neujahrsempfang der Wirtschaftskammer Landeck der TT und begründete: „Schwer, weil auch etwas Wehmut mitklingt. Aber andererseits leicht, weil es eine Entlastung für mich sein wird.“

Mehr als 30 Jahre engagiert­e sich der Geschäftsführer des traditionsreichen Zammer Familienbetriebes Prantaue­r als Interessenvertreter im Wirtschaftsbund und in der Kammer. Vor acht Jahren trat er an, um als Wirtschaftskammer-Bezirksobmann die Agenden von Vorgänger Heinz Huber zu übernehmen. „Ich habe meine Aufgaben als Interessenvertreter der Wirtschaft immer als ehrenvolles Privileg gesehen“, resümiert­e er. „Es war eine spannende und intensive Zeit mit vielen tollen Begegnungen. Ich bin dankbar für diese Jahre.“

Sein besonderer Einsatz galt, so Prantauer, der Förderung und Motivation junger Leute für den Lehrberuf. „Das jährliche Berufsfestival bei uns in der Kammer und die Berufsinfotage an der Landecker Fachberufsschule sind Fixpunkte im Terminkalender geworden.“ Nicht ganz unumstritten sei die Einführung der Lehre mit Matura gewesen. „Aber ich sehe damit ein wichtiges Ausbildungsangebot und Karriere­sprungbrett für unseren Facharbeiternachwuchs.“ Mit dem Aktions­tag „Erlebniswelt Baustelle“ für Volksschulkinder und der Preisverteilung zum Wettbewerb „Tirol Skills“ möchte die Kammer vor allem Interesse an Handwerksberufen wecken. „Mit diesem Maßnahmenpaket konnten wir einen Beitrag leisten, damit die Lehrlingszahlen trotz Geburtenrückgangs wieder leicht steigen“, so Prantauer.

Begeistert sei er vom neuen Projekt „Ja, hier arbeite ich gern­e“ (die TT berichtete), das die Kammer gemeinsam mit Landecker Bachelor-Studenten entwickelt hat. Im Mittelpunkt steht die Attraktivität von Gastronomie- und Hotelbetrieben im Bezirk als Dienstgeber. Auf Basis eines Kriterienkatalogs, den Studenten mit Prof. Peter Heimerl entwickelt hatten, sind 2019 erstmals Betriebe zertifiziert worden.

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„Natürlich ist nicht alles abgeschlossen und nicht alles gelungen“, räumte der scheidende Obmann ein: „Es gab auch Rückschläge, wobei ich zum Beispiel an das Stadtmarketing in Landeck denke. Von Seiten der Politik war ein City- oder Talkesselmanager nicht gewünscht.“ (hwe)


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