Positive Signale aus Fügen für Gratis-Öffiticket für Urlauber

Carina Schönsleben-Seiringer vom VVT hatte bei der TVB-Vollversammlung im Dezember in Fügen das Mobilitätskonzept erläutert.
© Dähling

Fügen – Ein Ja aus Tux-Finkenberg, ein vorläufiges Nein aus Zell-Gerlos und Mayrhofen zum Zillertaler Mobilitätskonzept: Die Realisierung der weltweit ersten wasserstoffbetriebenen Schmalspurbahn samt Gratis-Öffi­ticket im Zillertal für die Urlauber dort droht derzeit an den Tourismusverbänden zu scheitern, denn sie müssten dafür ihre Nächtigungsabgabe ab Dezember 2023 um 1,25 Euro anheben.

Positive Signale gibt es aber aus der Ersten Ferienregio­n im Zillertal. „Unser Aufsichtsrat ist grundsätzlich für die Umsetzung des Mobilitätskonzeptes, allerdings müssen noch Lösungen für die Seilbahnanschlüsse vom Bahnhof Fügen und Kaltenbach her“, sagt TVB-Obmann Ernst Erlebach und meint damit Forderungen, die Seilbahnunternehmer Heinz Schultz aufgrund der geplanten Bahnbindung der Zillertal Arena nun stellt. Eine bessere Erreichbarkeit der Erlebnistherme Zillertal per Bus oder pedes werde zudem seitens des TVB gewünscht.

Bei der Vollversammlung des Verbandes im Dezember hatte sich u. a. der Fügener Bürgermeister Dominik Mainusc­h für das Mobilitätskonzept starkgemacht und die anwesenden TVB-Mitglieder gefragt, ob ihre grundsätzliche Meinung dazu positiv sei. Dem Aufzeigen nach zu urteilen, war das mehrheitlich der Fall.

In seiner Rede betont­e Mainusc­h, der Bau einer zweiten Zillertalstraße sei vom Tisch. „Und jeder, der was anderes sagt, spricht Blödsinn.“ Die Umfahrung Fügen wird laut Mainusch das Stauproblem nicht lösen, es brauche eine zweite Innbrücke, um den Anschluss an die Autobahn zu verbessern, und eine Stärkung des Öffi-Angebotes. Die Umlagefinanzierung des Gratis-Öffitickets per Nächtigungsabgabe hält er für vertretbar. „Diese insgesamt drei Euro zahlt man gleich mal für irgendwas.“ TVB-Obmann Ernst Erlebach forderte die Vermieter auf, die Nächtigungsabgabe nicht im Zimmerpreis zu verstecken, sondern extra auszuweisen. Das Tal erhalte eine „gewaltige Gegenleistung“, so Bürgermeister Mainusch, der appellierte: „Stehts da dahinter – das ist extrem wichtig für das Tal.“ (ad)

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