Mehr Geld für private Kinderbetreuung in Innsbruck

SP-Stadträtin Elisabeth Mayr sieht die Initiative gelungen.
© Thomas Boehm / TT

Innsbruck – Es ist eine Kostenüberschreitung, die SPÖ-Stadträtin Elisabeth Mayr letztlich sogar „freut“, wie sie gestern erklärte. Es geht um private Kinderbetreuungseinrichtungen und die Zuwendungen der Stadt für diese. Nachdem man im Herbst ein Anreizmodell geschaffen hatte, stiegen die privaten Einrichtungen voll darauf ein. Und das ohnehin schon erhöhte Budget muss jetzt noch einmal um rund 250.000 Euro aufgefettet werden.

„Wir haben im Prinzip gesagt, dass jene, die länger offen halten, auch mehr bekommen. Das Modell hat bei den rund 100 privaten Einrichtungen Früchte gezeigt“, sagt Mayr. Insgesamt wurden die Betreuungsstunden in dem Bereich massiv erhöht: von acht Millionen auf zehn Millionen Stunden pro Jahr. „Der positive Effekt war, dass wir jetzt deutlich mehr ganztägige und ganzjährige Einrichtunge­n haben“, sagt Mayr. Dabei seien die privaten Träger (von Montessori-Konzepten bis hin zu kirchlichen Kindergärten) auch in Vorleistung gegangen und hätten jetzt 47 Wochen im Jahr und 45 Stunden die Woche geöffnet. Mehr Angebot habe mehr Nachfrage geschaffen, bilanziert die Bildungsstadträtin. Ein positiver Effekt für die Eltern. Der Budgetnachtrag soll morgen in den Stadtsenat kommen.

Jetzt ist BM Georg Willi (Grüne) am Zug. Als Finanzreferent muss er die entsprechenden Mittel im Budget auftreiben. Dies hat er laut Mayr auch zugesagt. (mw)


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