Brennerautobahn (A13) führt Geisterfahrer-Statistik an

Bundesweit wurden Verkehrsteilnehmer vergangenes Jahr 417-mal vor Geisterfahrern gewarnt. In Relation zur Gesamtlänge waren auf der Brennerautobahn (A13) die meisten Falschfahrer unterwegs.

Im Bundesländer-Ranking liegt Tirol mit 41 Geisterfahrermeldungen im Jahr 2019 auf Platz 6.
© ZOOM-TIROL

Wien, Innsbruck – Einen deutlichen Anstieg im Vergleich zum Jahr 2018 weist die Ö3-Geisterfahrerstatistik für das vergangene Jahr aus. So gingen im Vorjahr 417 Geisterfahrer-Meldungen on Air – das sind um 47 Meldungen mehr (12,7 Prozent) als im Jahr zuvor. Insgesamt gab es nach Angaben des Innenministeriums acht Unfälle, an denen Geisterfahrer beteiligt waren, sieben davon mit Personenschaden. Eine Person wurde dabei getötet, sieben Personen schwer, fünf Personen leicht verletzt.

Im Bundesländer-Ranking führt erstmals seit 2015 Niederösterreich (101 Meldungen) vor der Steiermark (93). Kärnten (54) belegt erstmals seit 2006 den dritten Rang. Dahinter liegen Oberösterreich (50), Salzburg (48) und Tirol (41 Meldungen), erst danach kommen mit großem Abstand, ex aequo Wien, Vorarlberg und das Burgenland.Deutliche Anstiege verzeichnen Niederösterreich und Salzburg, auch in der Steiermark, in Kärnten und in Wien sind Meldungen häufiger geworden. Zurückgegangen sind die Zahlen hingegen in Oberösterreich, Vorarlberg, Tirol und im Burgenland, am deutlichsten noch in Oberösterreich.

In Relation zur Gesamtlänge waren vergangenes Jahr auf der Brennerautobahn (A13) in Tirol die meisten Falschfahrer unterwegs, nämlich 17 Geisterfahrer auf 35 Kilometern Länge. Hier gab es laut Ö3 demnach 2019 die größte „Geisterfahrerdichte“.

Stefan Siegele, Asfinag-Geschäftsführer für Tirol, führt die Geisterfahrermeldungen auf der Brennerautobahn nicht zuletzt auf die Tatsache zurück, dass im Bereich der Mautstelle Schönberg oft Kurzschlussreaktionen von Lenkern zu unvernünftigen Handlungen führen. So komme es vor, dass Lenker nach einer verpassten Ausfahrt plötzlich vor der Mautstelle stehen und dann ihr Fahrzeug wenden. Die Autobahnen und deren Auffahrten werden nicht nur regelmäßig von den Experten der Asfinag, sondern auch von externen Fachleuten auf ihre Sicherheit im Bezug auf mögliche Geisterfahrer überprüft. Sollte sich dabei herausstellen, dass Handlungsbedarf besteht, werde man entsprechende Schritte setzen. (TT, np)

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