Salzburger Kunstverein zeigt bisher größte Einzelausstellung

Mit insgesamt 17.000 Besuchern, davon 14.000 im Kabinett, im vergangenen Jahr, schaut der Salzburger Kunstverein mit insgesamt zwölf Ausstellungen zuversichtlich ins Jahr 2020. Mit Megan Rooney zeigt das Haus ab Juli außerdem seine bisher größte Einzelausstellung. Sie verbindet in ihrer Arbeit Malerei und Bildhauerei mit Tanz und Performance.

Die zwölf Ausstellungen, je fünf im Großen Saal und im Kabinett sowie zwei Ausstellungen in der Ringgalerie, finden sich im Programm 2020 des Salzburger Kunstvereins. Die Themen sollen dabei immer wieder miteinander verflochten sein. Gleich die erste Ausstellung von Gernot Wieland ab Februar beschäftigt sich stark mit dem Thema Erinnerung. Der in Berlin lebende Österreicher verarbeitet in Filmen und Zeichnungen eigene Erinnerungen und übt auf diese Weise Kritik an Kultur und Geschichte.

Auch das Schaffen Khalil Rabahs setzt stark auf diese Themen. Sowohl im Großen Saal als auch im Kabinett werden seine „alternativen Visionen“ ausgestellt, wie Direktor Seamus Kealy sie bei der Programmpräsentation am Dienstag nannte. Das oenm (österreichische ensemble für neue musik) organisiert im Juni außerdem ein Musikfestival im Künstlerhaus, bei dem es von Khalil Rabah inspirierte Arbeiten vorträgt.

Die größte Einzelpräsentation, die der Salzburger Kunstverein bisher gezeigt hat, wird in diesem Jahr von Artist-in-Residence Megan Rooney stammen. Sie stellt ab Ende Juli gleichzeitig im Großen Saal und in der Ringgalerie aus.

Die mehrjährige Ausstellung von Omar Fast wird auch in diesem Jahr in der Ringgalerie mit einem 3D-Film fortgeführt. Fasts Ausstellung gehörte laut Präsidentin Elfrid Wimmer-Repp letztes Jahr zur beliebtesten und meist besprochenen im Künstlerhaus.

Zwischen der Jahresausstellung und der Herbstausstellung wird es auch 2020 wieder eine Kinderausstellung geben, denn diese Art der Kunstvermittlung sieht der Salzburger Kunstverein als überaus zukunftsträchtiges Format für zukünftige Künstlerpersönlichkeiten und Besucher. Das „Sunset Kino“ sowie die Reihe der Künstlertalks werden ebenfalls weitergeführt.

Wie auch im vergangenen Jahr erhält der Kunstverein von Stadt, Land und Bund Unterstützung in Höhe von 354.800 Euro. Das Land, das im vergangenen Jahr eine einmalige Zahlung in Höhe von 100.000 Euro zur Sanierung von Fenstern zugab, stellt dieses Jahr 20.000 Euro für allfällige Instandhaltungsmaßnahmen zur Verfügung. Der Salzburger Kunstverein erhält sich zu einem Drittel aus eigener finanzieller Kraft.


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