Trauertage in Burkina Faso nach Terrorangriff mit 36 Toten

Nach einem Terrorangriff in Burkina Faso mit mindestens 36 Toten hat die Regierung des westafrikanischen Landes zwei Trauertage ausgerufen. Diese begannen am Mittwoch. Eine Gruppe bewaffneter Terroristen hatte nach Regierungsangaben am Montag einen Markt in Nagraogo in der zentralen Provinz Sanmatenga angegriffen und 32 Menschen getötet.

Daraufhin hätten die Angreifer den Markt niedergebrannt und auf dem Rückzug im nahe liegenden Dorf Alamou weitere vier Menschen getötet. Drei Menschen wurden demnach verletzt. Die Regierung drücke den Familien der Opfer ihr Beileid aus und ermahne die Bevölkerung, wachsam zu bleiben, sagte Kommunikationsminister Remis Fulgance Dandjinou.

Wer für die Tat verantwortlich war, war zunächst unklar. In den Staaten der Sahelzone - einem Gebiet, das sich südlich der Sahara vom Atlantik bis zum Roten Meer erstreckt - sind etliche bewaffnete Gruppen aktiv, einige haben den Terrorgruppen „Islamischer Staat“ oder Al-Kaida die Treue geschworen. Vor allem in Mali sowie in den angrenzenden Ländern Burkina Faso und Niger kommt es immer wieder zu Angriffen. In Mali beteiligen sich rund 48 Bundesheersoldaten an einem UNO-Einsatz.

Burkina Faso blieb lange von islamistischen Extremisten verschont. Doch seit einigen Jahren seien die Angriffe dort drastisch angestiegen, von drei im Jahr 2015 auf 137 im 2018, wie die Denkfabrik Africa Center for Strategic Studies erklärt.

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